Reissende Fluten. Am vergangenen Samstag wütete das Unwetter beim Transportunternehmen Räbmatter in Uerkheim. Die Lagerhalle stand 1,35 Meter unter Wasser. Schwinger Patrick Räbmatter erinnert sich: «Wir mussten die Türe abnehmen um überhaupt in die Lagerhalle zu kommen, weil hier ein Durcheinander herrschte.» Das Unternehmen ist froh, auf die Unterstützung der Zivilschützer zählen zu können.

Alleine bei Räbmatters stehen bis zu zwanzig Zivilschützer im Einsatz. Insgesamt wurden im Suhrental und Uerkental 120 Personen aufgeboten. Die helfenden Hände fehlen derzeit bei ihren Arbeitgebern. Bei den Zivilschutzorganisationen häufen sich deshalb die Beschwerden von Arbeitgebern. Einzelne Unternehmen üben vehement Druck auf die Zivilschutzorganisationen aus. «Wir hatten Kündigungsdrohungen von Unternehmen, die Einsatzkräfte dazu aufforderten, an die Arbeit zurückzukehren und den Einsatz abzubrechen», sagt Yvo Laib, Chef vom Führungsorgan Suhrental-Uerkental.

Überschwemmung in Uerkheim

Überschwemmung in Uerkheim

Diese Bilder zeigen eindrücklich, wie Uerkheim beim Unwetter vom 8. Juli 2017 überschwemmt wurde. 

In einem Fall musste der Zivilschützer dem Frieden zuliebe an den Arbeitsplatz zurückgeschickt werden. «Es ist sehr erstaunlich – im Nachgang werden wir das Gespräch suchen müssen», so Laib. Die Familie Räbmatter kann die fehlende Solidarität nicht verstehen. «Ohne die Unterstützung des Milizsystems in solchen Situationen, wäre die Wirtschaft nicht konkurrenzfähig», sagt der Geschäftsführer vom Transportunternehmen, Herbert Räbmatter. (yas)