In Leutwil sind vergangenen November mehrere Vorfälle dokumentiert worden, bei denen Hunde auf andere Hunde losgingen. Die angreifenden Tiere gehören alle einer Züchterin aus dem Dorf.

Eines der Opfer ist etwa der Chihuaha Leroy, der durch Bisse einer französischen Bulldogge verletzt wird. Nachdem eines der Tiere auch eine Person beisst, erteilt die Aargauer Regierungsrätin Franziska Roth (SVP) der Halterin von fünf Hunden Auflagen. So darf pro Spaziergang nur noch ein Hund mit dabei sein, der zudem an der kurzen Leine sein muss. 

Beim Ausreiten oder Kutschenfahren ist der Züchterin das Mitnehmen von Hunden zudem untersagt. Gegen diese Verfügungen hat sie Beschwerde eingelegt, jedoch gelten sie weiterhin, wie der Regionalsender Tele M1 berichtet. 

"Keiner der Hunde ist an der Leine"

Laut Forstwart Daniel Flückiger hält sich die Hundehalterin aber nicht an die Auflagen. Er sehe sie oft beim Spazieren, sagt er gegenüber Tele M1. "Jedes Mal hat sie sieben bis acht Hunde dabei. Keiner der Hunde ist an der Leine." Dem pflichtet auch Flückigers Arbeitskollege Andreas Studer bei, der im Wald schon ähnliche Vorkommnisse beobachtet hat.

Als Tele M1 die Züchterin mit den Vorwürfen konfrontiert, streitet sie diese ab. Sie gehe mit allen Hunden einzeln nach draussen und halte sie immer an der Leine, sagt sie. Auf den Kutschenfahrten nehme sie die Hunde zudem nicht mehr mit.

Letzteres verneint aber Renate Graf, die in der Nachbarschaft wohnt. "Sie war wiederholt mit Hund und Ross unterwegs", erzählt sie. Darauf angesprochen, antwortet die Hundehalterin, dass es sich dabei nicht um Kutschen, sondern um sogenannte Pferdefuhrwerke, "Sulkys", handle. Gegen diese gebe es kein Verbot. Die Züchterin ist überzeugt: Die Vorwürfe sind nichts anderes als eine Hetzkampagne gegen ihre Person. (frh)