Bruno Ottiger ist ein bekannter Gastronom aus der Region. Er führte fast 20 Jahre lang das «Rütli» in Beinwil und war auch am Erfolg der «Eie» in Reinach beteiligt. Nach zwölf Jahren Kinderpause wagt sich der Reinacher zusammen mit seiner Frau wieder an die Führung eines eigenen Lokals. Ottiger weiss genau, wie er das Geschäft ankurbeln will.

Mit Imagewechsel zum Erfolg

«Das Café in ‹Café-Treff› kann man ab sofort weglassen», erklärt Besitzer Bruno Ottiger. «Wir gehen mit dem ‹Treff› in eine andere Richtung.» Das «Treff» sei jetzt nicht mehr bloss ein Café, sondern auch Restaurant und Bar mit integriertem Fumoir.

«Ich mag eine gemischte Kundschaft. Jung und Alt sind hier willkommen.» Beim Ausdruck «Café» denke man doch eher an alte Damen, die bei Kaffee und Kuchen gemütlich zusammen plaudern. «Natürlich sind Kaffeetrinker immer noch herzlich willkommen», sagt Ottiger, dennoch liege ihm der Imagewechsel sehr am Herzen.

Auch die Räumlichkeiten des «Treffs» wurden komplett neu aufgeteilt und umgestaltet. Es gibt nun ein kleines Fumoir. Statt der vorher prägnanten grünen Sofas ist die Einrichtung modern und in warmen Farben gehalten. Die exotischen Dekorationen stammen aus der Dominikanischen Republik, dem Heimatland von Ottigers Frau.

«Ich denke, was die Leute an mir schätzen, ist, dass ich weiss, wie man ein gutes Ambiente schafft», sagt Bruno Ottiger. «Das und mein Tatar.» Für dieses sei er bekannt, es sei Spezialität des Hauses. «Die Zutaten verrate ich aber nicht.» Ottiger schmunzelt.

Stammkunden seit 20 Jahren

Der Koch ist zufrieden mit dem Start des Restaurants in Reinach. «Es läuft sehr gut. Gerade an den Wochenenden wird es hektisch. Auch an diesem Samstag haben wir wieder viele Reservierungen.»

Seit der Eröffnung habe Ottiger einige alt bekannte Gesichter wieder gesehen. «Einige hatte ich seit der Zeit, als ich das Restaurant ‹Rütli› führte, nicht mehr getroffen.» Das sei nun schon fast 20 Jahre her. «Es gab schon einige, die gesagt haben, dass es an der Zeit gewesen sei, dass ich wieder ein Lokal eröffne», sagt Ottiger und lacht.

Einen typischen Stammkunden habe er nicht: «Jeder ist anders, hat seinen eigenen Charakter. Das ist es auch, was mich am Gastronomiegewerbe fasziniert.» Seine Kunden seinen aber in der Regel sehr pflegeleicht. «Sie sind nicht kompliziert und saufen nicht bis zum Umfallen. Die Stimmung ist immer gemütlich.»