Die internationalen Fahnen in der Zetzwiler Mehrzweckhalle passten zum Motto «Blasmusik weltweit». Fränzi Emmenegger und Jenny Pavlovic führten gekonnt durch das abwechslungsreiche Programm. Schade, dass die Halle nicht ganz gefüllt war. Das 23-köpfige, mit fünf Aushilfen verstärkte Korps eröffnete den Abend mit dem anspruchsvollen Vortrag «Brass Night». Unterschiedliche Rhythmen prägen die Filmmusik von «Shrek». Dazu gab Kilian Christofaro ein erstes Cornetsolo.

Schmissige und beschwingte Klänge dominierten die Hochzeitstänze von «A Klezmer Carneval». Bei diesem melodiösen Vortrag war die Freude der Tanzenden förmlich zu spüren. «Jetzt kommt ein wunderbares Stück», versprachen darauf die Moderatorinnen. Mit dem Ohrwurm «Conquest of Paradise» hatten sie nicht zuviel versprochen. Der Einzug ins Paradies kam beim Zetzwiler Publikum gut an.

Mitreissende Perkussion

Als «unsere Freunde» begrüsste Präsident Anton Graber die «Freedrummers» aus Menziken. Die Perkussionskünstler unter der Leitung von Dieter Furrer demonstrierten, dass sie mehr als das Trommeln beherrschen. Sogar die acht Jahre junge Jasmin Furrer schlug kräftig auf die Pauke. «Wir machen mit allem, was Krach macht, Musik» bestätigte der zur Gruppe gehörende Simon Gerber. Das rhythmusgeladene «Labamba» wollten die Gäste nebst einer weiteren Zugabe ein zweites Mal hören.

Das Stück «A Visit to Moskau» führte in die grösste Stadt Europas. Zur Filmmusik «Dances with Wolves» bestritt Kilian Christofaro erneut ein Cornetsolo. Bei «The golden Lady» interpretierten die Ansagerinnen mit viel Fantasie den historischen Hintergrund dieser Statue. Im Dreivierteltakt gings weiter mit dem Egerländer Walzer «Tränen der Liebe». Den Schlusspunkt des Konzertes hätte «Cotton Fields» setzen sollen. Doch das Publikum gab sich mit dem Sprung in die Südstaaten noch nicht zufrieden. Als zweite Zugabe intonierte die Musikgesellschaft Zetzwil darauf noch den Marsch «Schweizer Soldaten».