Muhen
Frischer Wind im Altersheim Muhen: Altersheim Muhen erhält neuen Vereinspräsidenten und neue Heimleitung

Nach über 30 Jahren reichen Präsident und Heimleiter des Altersheims den Stab an eine neue Generation weiter.

Natasha Hähni
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Raphael Borer wird der Nachfolger von Altersheim-Präsident Hannes Rösch.

Raphael Borer wird der Nachfolger von Altersheim-Präsident Hannes Rösch.

Natasha Hähni

Es gibt wenige Institutionen, die so hart von der Pandemie getroffen wurden, wie Altersheime. Aus Angst vor Einsamkeit und Ansteckung blieben auch dieses Jahr in vielen Heimen Betten frei. So auch im Altersheim Muhen-Hirschthal-Holziken.

Ende November 2020 erkrankten und verstarben mehrere Bewohner am Virus. «Es war eine unglaublich schwere Zeit», erinnert sich Altersheim-Vereinspräsident Hannes Rösch. Seit Ende Dezember 2020 habe man keine Infektion mehr verzeichnet.

An der Generalversammlung am Dienstagabend wurde Vorstandsmitglied Raphael Borer zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. «Er war als Kind lange mein Nachbar. Das konnte ja nur gut kommen», witzelt Rösch über seinen Nachfolger. Der 37-jährige Familienvater und Bereichsleiter für Produkte, Beratung und Vertrieb der Raiffeisen Schweiz wurde einstimmig gewählt. Der Schwiegervater des neu gewählten Holziker Gemeinderats Borer, Hans-Ulrich Mathys, ist Präsident der Stiftung. Weiter wurden Maja Zanandreis und Pascal Bolliger neu ins Gremium gewählt, während Zita Rey und Astrid Wagner verabschiedet wurden.

Eine schwierige Zeit für eine Übernahme

Insgesamt werde das Durchschnittsalter des Vorstands und der Heimleitung um etwa 20 Jahre verjüngt. Auch weil Heimleiter Lucio Stanca seinen Vater Leonardo Stanca vor zweieinhalb Monaten ablöste.

Lucio Stanca (links ) hat von seinem Vater Leonardo Stanca die Heimleitung übernommen.

Lucio Stanca (links ) hat von seinem Vater Leonardo Stanca die Heimleitung übernommen.

Natasha Hähni

«Eine Übernahme während der Pandemie habe ich mir bestimmt nicht gewünscht», sagt der frühere Pflegedienstleiter des Heims. Mit der riesigen Unterstützung durch Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner und die Stiftung (sie verzichtete auf 90 000 Franken Miete), sei das Amt zu meistern gewesen.

Trotz Hilfe ist die Betriebsrechnung 2020 wegen Ertragsausfällen und Beschaffung von Ausrüstung wegen Corona (z.B. Sauerstoffflaschen) mit 50 000 Franken leicht im Minus. Die Achse müsse deswegen im nächsten Jahr etwas nach oben angepasst werden. «Trotzdem bleiben wir eines der günstigsten Altersheime der Region», sagt Rösch. Nach über 30 Jahren war dies nun seine letzte GV. Ähnlich geht es Leonardo Stanca. Sie setzten sich seit Jahrzehnten «mit Fürsorge und Gefühl» für das Heim ein, sagt Mathys.

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