Wegen der grossen Investitionen in die Schulbauten haben die Stimmbürger von Muhen auf dieses Jahr hin den Steuerfuss von 110 auf 115 Prozent erhöht. Für das nächste Jahr beantragt der Gemeinderat nun wieder eine Reduktion auf 112 Prozent. Anders als beispielsweise der Stadtrat von Aarau will er das kantonsweite Versprechen vom Februar einlösen: Damals ist dem Souverän eine dreiprozentige kommunale Steuerreduktion in Aussicht gestellt worden, falls er dem kantonalen Projekt «Aufgaben- und Lastenverschiebung (ALV)» zustimmt – was er dann auch getan hat.

Fünf Prozent mehr Einnahmen

Der Rechnungsabschluss 2016 hat gezeigt, dass der Gemeinderat Muhen bei der Budgetierung der Einnahmen in der jüngeren Vergangenheit etwas zu vorsichtig gewesen ist. 2016 (mit dem Steuerfuss 110 %) gingen 9,07 Millionen Franken an Einkommens- und Vermögenssteuern ein. Für dieses Jahr (Steuerfuss 115 %) budgetierte der Gemeinderat nur 8,83 Millionen Franken. Für kommendes Jahr erwartet er nun 9,31 Millionen Franken. «Trotz des um 3 Prozent tieferen Steuerfusses gegenüber dem Budgetjahr 2017 wird mit einer Steigerung der Einnahmen von rund 5 Prozent gerechnet», schreibt der Gemeinderat in seiner Vorlage an die Gemeindeversammlung vom 24. November. Bei einem Gesamtumsatz von 16,8 Millionen wird ein Ertragsüberschuss von 155 165 Franken erwartet. Dies auch, weil die Lohnsumme des Personals unverändert bleibt.

Diverse Beiträge steigen an

Wer das Budget im Detail durchgeht, sieht, dass diverse Beiträge, die die Gemeinde an Dritte zu entrichten hat, deutlich ansteigen. So müssen an die Regionalpolizei Zofingen neu 37,30 statt 35,85 Franken pro Einwohner überwiesen werden. Der Beitrag (pro Einwohner) an das Regionale Zivilstandsamt in Schöftland steigt voraussichtlich auf 5,39 Franken (Vorjahr 4,15 Franken). Der Anstieg wird damit begründet, dass neue Tarifvorgaben des Bundes zu tieferen Gebühreneinnahmen führen. Höher wird auch der Gemeindebeitrag (pro Kopf) an das Betriebsdefizit des Vereins «Spitex Suhrental Plus» sein: neu 64,80 statt 57,80 Franken.

In den Erläuterungen zum Budget 2018 weist der Gemeinderat Muhen darauf hin, dass ihm die Sicherheit der Schüler etwas wert ist: Wegen des zunehmenden Baustellenverkehrs im Zusammenhang mit dem Rohbau des Schulhauses Süd wird der Fussgängerstreifen Berchtold seit August nicht mehr vom freiwilligen Lotsendienst betreut, sondern von einem professionellen Verkehrsdienst. Dies soll mindestens bis im Sommer 2018 so bleiben, was 20'000 Franken kosten wird.

Gmeind in der Kirche

Weil wegen des Neubaus des Schulhauses und der Mehrzweckhalle gegenwärtig kein Versammlungslokal zur Verfügung steht, wird die Gemeindeversammlung am 24. November erstmals in der reformierten Kirche durchgeführt. Anschliessend findet der traditionelle Ausklang mit Raclette im Kirchensäli statt.