Schmiedrued

Motocross auf Nütziweid: Fragile Mobile, rauchende Töffs

Am 30. Motocross auf der Nütziweid ob Schmiedrued traten Helden und Pläuschler auf.

Weitgehend Jubiläumswetter am 30. lizenzfreien Motocross auf der Nütziweid ob Schmiedrued: Man konnte sich am Samstag glatt einen Sonnenbrand holen. «Wir haben am Freitag schon gewässert», sagt Speaker Marcel Kümmerli. Diesmal eher Staub als Morast also.

Die Plauschklasse ist fürs Auge die Sonntagsattraktion. Unglaublich ist das Einrad von Martin Maurer, und was Vater und Sohn Koller wieder gebaut haben: bewundernswert. Natürlich wird auch wettkampfmässig gefahren; sogar Dominique Aegerter wagt sich am Samstag trainingshalber auf weniger gewohntes Terrain. Und bei den Jüngsten gibt es auch mal Tränen, wenn der Bub die Gewalt über sein Fahrzeug verliert und stürzt. «Das gehört dazu», kommentiert ein Zuschauer. Tröstlich: Auch ein Seitenwagengespann hat sich in die Strohballen verirrt.

Und das ist der Jubiläums-Special: «Wir haben die Rangliste von vor 30 Jahren hervorgeholt», sagt Marcel Kümmerli. Viele seien der Einladung gefolgt, darunter solche, die dem Sport treu geblieben sind wie Beat Gautschi aus Oberkulm, ehemaliger Supermotard-Meister oder Markus Burgherr, Vorjahressieger in der Enduro-Klasse aus Zetzwil. Andere habe man erfolgreich reaktivieren können. «Helden und Legenden» heisst die Kategorie.

Die Zuschauerballungen haben sich seit vorletztem Jahr Richtung Holzschanze verschoben. Bekanntlich wurde dem Verein verboten, mittels Erdbewegungen Schanzen und Bodenwellen einzubauen. «Für die Fahrer ist das kein Problem», sagt Kümmerli. Die schwächeren seien sogar froh darüber. «Und wir als Verein haben weniger Arbeit», sagt er lachend. Das Ziel sei mittelfristig aber eine Umzonung des Gebiets: nicht mehr Landschaftsschutzzone. Damit Eingriffe, die jeweils umgehend wieder rückgängig gemacht würden, erlaubt sind.

Die Ranglisten finden Sie hier.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1