Moosleerau

Moosleerber wehren sich gegen eine Mobilfunkantenne mitten im Dorf

Auf dem hinteren Teil der linken Seite der Überbauung Ruesserain 121 ist die Mobilfunkantenne der Swisscom geplant. Aline Wüst

Auf dem hinteren Teil der linken Seite der Überbauung Ruesserain 121 ist die Mobilfunkantenne der Swisscom geplant. Aline Wüst

Gegen eine Mobilfunk-Antenne von Swisscom ist eine Sammeleinsprache eingegangen. Von den rund 900 Moosleerber hat ein Drittel unterschrieben.

Das Gebäude Ruesserain 121 ist das eigentliche Herz von Moosleerau. Im Gebäude ist der Volg, das Café Squindo, der Arzt, ein Coiffeur und ausserdem viele Wohnungen untergebracht. Auf dem Dach des Gebäudes will die Swisscom eine Mobilfunkantenne aufstellen.

Dagegen ist nun eine Sammeleinsprache eingegangen. Insgesamt 316 Moosleerber haben unterschrieben. Einspracheberechtigt ist, wer in einem Radius von 818 Metern der Antenne wohnt, oder sich arbeitshalber regelmässig innerhalb dieser Zone aufhält. Vertreten werden die Unterzeichnenden von Mirjam Kottmann, Markus Roth und Felix Riggenbach.

Laut den Einsprechern ist die Antenne nicht zonenkonform, weil sie hauptsächlich Gebiete ausserhalb des Dorfes versorgt. Daraus resultiere eine sehr grosse Sendeleistung. Diese belaste die Anwohner im engeren Radius um den Antennen-Standort bis auf 99 Prozent des gesetzlich maximal zulässigen Grenzewertes von nicht ionisierender Strahlung, heisst es in der Einsprache. Aus diesem Grund sei das Baugesuch für die Antenne abzuweisen.

Da die Einsprecher nicht grundsätzlich gegen eine Mobilfunkantenne sind, machen sie auch einen Vorschlag für einen anderen möglichen Standort. Und zwar den Hochspannungs-Mast der Swissgrid - ebenfalls auf dem Gemeindegebiet von Moosleerau. Diese Lösung sei «technisch, wirtschaftlich und rechtlich mit vernünftigem Aufwand realisierbar» schreiben sie.

Swisscom-Mediensprecherin Annina Merk sagt dazu: «Mobilfunkantennen müssen dort sein, wo die Mobilfunkversorgung benötigt wird.» Moosleerau habe keine Industriezone, in die ausgewichen werden könnte. Der geplante Standort sei darum für die Versorgung von Moosleerau ideal und der Antennenmast auf dem Dach sei mit einer Höhe von drei Metern verglichen mit einem freistehenden Mast eine nahezu ideale Lösung aus Sicht des Ortsbildes, sagt Merk. «Die Senderichtungen und Leistungen sind üblich im Vergleich zu ähnlichen Gebieten und sichern die Bedürfnisse der Gesprächs- und Datenübertragung auf dem Gemeindegebiet Moosleerau.»

Der Gemeinderat von Moosleerau hat die Sammeleinsprache der Swisscom zur Vernehmlassung zugestellt.

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