Suhrental

Moosleerau macht Dampf: weiteres Projekt für Grossfusion

Moosleerau sucht fusionswillige Gemeinden im Suhrental. (Archiv)

Moosleerau sucht fusionswillige Gemeinden im Suhrental. (Archiv)

Zwischen Densbüren und Oberentfelden studieren fünf Gemeinden intensiv, ob sie sich zum Zukunftsraum Aarau zusammenschliessen wollen. In Leutwil, auf dem Hügelzug zwischen dem Wynen- und Seetal, hat die Frau Gemeindeammann das Wort Fusion in den Mund genommen und im Suhrental gibt Moosleerau Gas – in der Hoffnung, Gleichgesinnte zu finden.

An der letzten Wintergemeindeversammlung fasste der Gemeinderat den Auftrag, sich Gedanken zur finanziellen Zukunft der Gemeinde zu machen und dabei auch eine Fusion in Betracht zu ziehen. «Wir haben beim Regionalverband Suhrental ein Gesuch eingereicht. Es soll abgeklärt werden, ob es im Suhrental das Potenzial für die Fusion mehrerer Gemeinden gibt», erklärt jetzt der Moosleerber Gemeindeammann Daniel Dätwyler. Er rechne damit, dass diese Studie frühestens Ende 2020 vorliegen werde.

Potenzial klären

Das bedeutet aber nicht, dass dann sogleich mit dem Fusionieren losgelegt werden kann. Die Studie soll in einem ersten Schritt aufzeigen, wo die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden angebracht und wo eine Fusion deshalb sinnvoll ist. An der Studie sollen sich möglichst viele Gemeinden des Regionalverbands Suhrental beteiligen. «Wir wollen in grösseren Dimensionen denken. Nur dann sind Fusionen auch sinnvoll», sagt Daniel Dätwyler.

Dem Regionalverband Suhrental gehören Holziken, Hirschthal, Schöftland, Schlossrued und Schmiedrued aus dem Bezirk Kulm sowie Reitnau, Moosleerau, Kirchleerau, Wiliberg und Staffelbach aus dem Bezirk Zofingen an. Der Verband bestätigt, einen entsprechenden Antrag aus Moosleerau erhalten zu haben. Dabei bittet die Gemeinde den Verband, ein Projekt für Zusammenarbeit oder Fusion der Gemeinden im Einzugsgebiet des Regionalverbandes Suhrental auszuarbeiten. «Wichtig ist dabei, dass es zum heutigen Zeitpunkt erst um eine Studie geht, bei welcher das Potenzial vertiefter Zusammenarbeit geklärt werden soll», betont Lis Lüthi, die Geschäftsführerin des Regionalverbands.

Weitere Gemeinde macht Druck

Die Anträge aus Moosleerau wurden an der Vorstandssitzung vom 14. März diskutiert und es wurde beschlossen, das Thema anlässlich der Vorstandssitzung vom November ausführlich zu diskutieren und das weitere Vorgehen festzulegen. Bereits liege dem Regionalverband ein weiterer Antrag einer Gemeinde vor, der in die gleiche Richtung gehe, sagt Lüthi. Wenn der Regionalverband nicht die Federführung bei dieser Studie übernimmt, muss Moosleerau selbstständig auf die umliegenden Gemeinden zugehen.

Wenn die Ergebnisse der Studie vorliegen, müssen die Gemeinden des Regionalverbands Suhrental einzeln entscheiden, ob sie in Richtung Fusion weiterarbeiten möchten oder nicht. Diesen Entscheid werden nicht alle positiv fällen. Und so kann es passieren, dass die fusionswilligen Gemeinden keine gemeinsamen Grenzen haben werden oder dass Gemeinden aus unterschiedlichen Bezirken fusionieren wollen. Beide Situationen seien keine Hinderungsgründe, sagt Yvonne Reichlin, Leiterin Gemeindeabteilung beim Kanton Aargau. Keine gemeinsamen Grenzen mit möglichen Fusionspartnern hat beispielsweise die Gemeinde Densbüren, die im Rahmen des Zukunftsraums Aarau eine Fusion mit Oberentfelden, Unterentfelden, Suhr und Aarau in Betracht zieht.

Wie ein Bezirkswechsel läuft

Als Beispiel für einen Bezirkswechsel im Rahmen einer Fusion nennt Yvonne Reichlin die Fricktaler Gemeinden Etzgen, Hottwil, Mettau, Oberhofen und Wil, die 2010 zur Gemeinde Mettauertal fusioniert haben. Die Gemeinde Hottwil gehörte vor der Fusion zum Bezirk Brugg und wechselte dann mit der Fusion zum Bezirk Laufenburg. Gleich drei von vier Gemeinden werden bei der Fusion von Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen vom Bezirk Brugg zum Bezirk Laufenburg wechseln. Voraussetzung ist, dass die Stimmberechtigten die Fusion an den Gemeindeversammlungen vom 27. Juni und an den nachfolgenden Urnenabstimmungen gutheissen werden.

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