Anders als in Attelwil und Moosleerau hat in Staffelbach nicht die Gemeindeversammlung über die Melioration beschlossen, sondern die Grundeigentümerversammlung. «Wir haben uns überlegt, was für die Gemeinde am sinnvollsten ist und sind zur Überzeugung gelangt, dass nur die betroffenen Landbesitzer entscheiden sollen», sagt Gemeindeammann Max Hauri.

Der Grund: Nur das südlich von Staffelbach gelegene Land wird in die Melioration einbezogen. Nördlich des Dorfes fand bereits mit dem Bau der Umfahrungsstrasse von Schöftland eine Melioration statt. «Bei den aktiven Bauern ist die Stimmung positiv. Die Grundbesitzer, die ihr Land verpachten, sind nicht ganz so positiv gestimmt», zieht Hauri Bilanz. Trotzdem: Rund 90 Prozent der Grundbesitzer haben der Melioration zugestimmt. 

Personelle Überschneidungen

Als Nächstes wird nun eine Ausführungskommission bestimmt. Diese besteht aus einem externen Präsidenten, der Erfahrung mit Meliorationen mitbringt. Weiter sitzen in dieser Kommission ein Gemeinderatsvertreter, das Ingenieurbüro, das die Melioration durchführt, Eigentümervertreter und weitere Interessenvertreter wie beispielsweise Naturschutzvereine. Welche Personen in der Kommission sitzen werden, ist noch nicht bestimmt. 

Max Hauri würde sich aber wünschen, dass es zwischen den Ausführungskommissionen der vier an der Melioration beteiligten Gemeinden personelle Überschneidungen gibt: Das gleiche Ingenieurbüro beispielsweise. Oder ein Präsident, der mehrere Kommissionen präsidiert. «So könnte sichergestellt werden, dass die Melioration auch dorfübergreifend funktioniert.» Dies sei den Staffelbachern besonders wichtig. «Darum haben wir mit unserem Entscheid zur Melioration abgewartet, ob Attelwil mitmacht.»

Gemeinde bezahlt 730'000 Franken 

Auch wenn in Staffelbach die Grundeigentümer die Zustimmung zur Melioration gegeben haben, die Gemeinde wird die Melioration rund 730 000 Franken kosten. Die Grundbesitzer beteiligen sich mit 1500 bis 2000 Franken pro Hektare – abhängig davon, wie viel sie von der Melioration profitieren (ein ähnliches Prinzip wie es in den Fusionsgemeinden Reitnau und Attelwil angewendet wird).