Wahlen AG 2020

Mit Borer und Faes sind wenigstens zwei von neun Frauen

Die Wahl von Barbara Borer-Mathys ist beeindruckend. Karin Faes hat vom 6. auf den 2. FDP-Listenplatz gar einen noch grösseren Sprung geschafft.

Pessimisten hatten befürchtet, der Bezirk Kulm werde im Grossen Rat künftig ausschliesslich von Männern vertreten. So schlimm kam es nicht. Im Gegenteil. Mit Barbara Borer-Mathys und Karin Faes sind jetzt wieder zwei Frauen mit dabei – wie vor vier Jahren. Neben Renate Gautschy (FDP) hatte damals Karin Bertschi (SVP) mit ihrem Triumph alles überstrahlt. Renate Gautschy ist nicht mehr angetreten, Karin Bertschi 2019 zurückgetreten.

Die Wahl von Barbara Borer-Mathys ist beeindruckend. Sie stand hinter den vier Bisherigen auf der SVP-Liste und überholte zwei von ihnen. Dies ist umso bemerkenswerter, als sie es kurz vor den Wahlen gewagt hatte, etwas zu sagen, was vielen in der Parteileitung nicht genehm ist.

EDU hat sehr gut abgeschnitten

Karin Faes hat vom 6. auf den 2. FDP-Listenplatz gar einen noch grösseren Sprung geschafft. Dabei schubste sie den 30-jährigen Philipp Härri vom zweiten Platz. Die Unternehmerin, die den modernen Freisinn vertritt, ist mit Wohnort Schöftland und Arbeitsort Oberkulm eine perfekte Vertreterin des Bezirks.

Sehr gut abgeschnitten hat auch die EDU. Mit einem Plus von 2,2 Wählerprozenten ist sie sogar die Partei, die am meisten zulegen konnte. Grossrat Rolf Haller hat dies praktisch im Alleingang geschafft. Entscheidend dazu beigetragen haben dürfte seine Haltung in der Frage des Unterkulmer Böhlerknotens. Damit kann man im Wynental Politik machen.

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