In Reinach hat der Kanton die letzte Etappe der geplanten Lärmschutzmassnahmen in Angriff genommen. Für insgesamt 3,8 Millionen Franken werden in der Gemeinde Projekte gegen den Strassenlärm umgesetzt: Fertiggestellt sind die Lärmschutzwände an der Beinwilerstrasse, die meisten Schallschutzfenster bei den berechtigten Liegenschaften wurden eingebaut.

Seit einer Woche sind die Arbeiten an der Lärmschutzwand an der Aarauerstrasse (vis-à-vis Drogeriemarkt Müller) im Gang. Wegen Einwendungen hatte sich das Projekt verzögert – und verkleinert. Aus der Wand ist ein Wändli von rund 21,5 Metern Länge geworden. Das ist nicht mal mehr ein Drittel der ursprünglichen Strecke, wie David Probst von der Abteilung Tiefbau erklärt. Der Grund: Auf der nördlichsten Parzelle im Eck Aarauerstrasse/Griensammlerstrasse entstand ein gut isolierter Neubau, was eine Lärmschutzwand überflüssig machte, und die Besitzer der mittleren Liegenschaft verzichteten nach längerem Hin und Her auf eine Wand. Die Kosten betragen nun noch 80 000 Franken.

Die Baumeisterarbeiten dauern bis Ende nächster Woche. Bis dahin gilt das Baustellen-Verkehrsregime. Damit sich die Autos nicht bis auf die Hochhauskreuzung zurückstauen, wurde auf Wunsch der Gemeinde auf eine Lichtsignalanlage verzichtet. Die Autos fahren im Gegenverkehr, eine Spur wird auf dem Trottoir geführt. Für die Fussgänger ist eine Umleitung eingerichtet. Bis die Lärmschutzwand samt Holzteil komplett fertig gebaut und begrünt ist, wird es Ende Juni. Die weiteren Arbeiten können aber ohne grosse Verkehrsbehinderungen ausgeführt werden. (rap)