Bottenwil

Miriam Dietschi ist eine Kandidatin mit Weitsicht

Miriam Dietschi vor ihrem Arbeitsort, dem Seniorenzentrum Zofingen. Bild: kpe

Miriam Dietschi vor ihrem Arbeitsort, dem Seniorenzentrum Zofingen. Bild: kpe

Die 37-jährige Miriam Dietschi möchte in Bottenwils Gemeinderat. Vorgeschlagen wurde sie vom Verein «Aktives Bottenwil».

Miriam Dietschi heisst die Kandidatin für den frei werdenden Gemeinderatssitz in Bottenwil. «Man kann nicht immer nur sagen ‹me sött› oder ‹öpper muess›», so die 37-Jährige, die sich am 15. März bei den Gemeinderatswahlen zur Verfügung stellt.

Miriam Dietschi

Miriam Dietschi

Vorgeschlagen wurde sie vom Verein «Aktives Bottenwil», der sich auf seiner Website als Interessensgemeinschaft bezeichnet, «deren Anliegen es ist, die Gegenwart, die Zukunft sowie das politische und kulturelle Leben der Gemeinde mitzugestalten.» Ausserdem sei der Verein «politisch unabhängig» und «keiner dritten Organisation untergeordnet». Dementsprechend tritt Miriam Dietschi auch als Parteilose an.

Von der grossen weiten Welt nach Bottenwil

Mit 19 Jahren zog es die in Bottenwil Aufgewachsene in die Westschweiz. «Ich war schon immer sehr weltoffen und mochte Fremdsprachen», so Dietschi. Auf die kaufmännische Ausbildung folgte ein Fachhochschulabschluss in Betriebsökonomie mit Vertiefungsrichtung Wirtschaftskommunikation und mehrere Jahre Berufserfahrung in der Deutschschweiz.

Nach einer längeren Weltreise und der Geburt ihrer Zwillinge kehrte sie im Jahr 2013 nach Bottenwil zurück und wohnt seither dort mit ihrem langjährigen Partner. «Bottenwil ist ländlich wunderschön eingebettet und trotzdem zentral gut gelegen», sieht sie die Vorzüge der rund 800-Seelen-Gemeinde. Herausforderungen erkennt sie im Finanzhaushalt einer eher kleinen Gemeinde und in der notwendigen Kooperation mit anderen Gemeinden in den verschiedensten Bereichen. «Die nächsten Jahre werden durchaus spannend und können zukunftsweisend für die Gemeinde sein. Es würde mich freuen, da aktiv mitzuwirken.»

Nebst dem Kontakt zu den Menschen, den sie als Gemeinderätin vermehrt hätte, schätzt sie aber auch die Fachkompetenz und den wohlwollenden Umgang untereinander im Gemeinderat. «Das war mitunter ein Grund, weshalb ich mir vorstellen konnte, Teil dieses Teams zu werden.» Obwohl sie bislang noch nie ein politisches Amt innehatte, schätzt sie ihre Chancen auf den Einzug in den Gemeinderat als gut ein: «Ich bin in Bottenwil verwurzelt und gut bekannt.

Ausserdem werde ich vom Verein ‹Aktives Bottenwil› zur Wahl empfohlen.» Bezüglich Ressort sieht sie sich aufgrund ihrer Erfahrungen im Sozial- oder Gesundheitswesen. Auch Kultur oder Sport wären naheliegend. «Ich würde aber jedes Ressort als persönliches Lernfeld betrachten und dieses mit Motivation und Engagement angehen.»

Andere Aufgaben bleiben trotzdem möglich

Aktuell ist die Betriebsökonomin in einem Teilzeitpensum zuständig fürs Marketing und die Kommunikation im Seniorenzentrum Zofingen. Ausserdem ist sie ehrenamtlich als Vorstandsmitglied des Kulturvereins Fabrikli Bottenwil tätig. Sie betont: «Das wird auch weiterhin so bleiben, das lässt sich organisatorisch gut vereinbaren.»

Die Ersatzwahlen vom 15. März wurden aufgrund der Demission von Gemeindeammann Heinz Gerber nötig, der aus gesundheitlichen Gründen vom Amt zurücktreten möchte. Für die Wahl des Gemeindeammanns hat sich fristgerecht der bisherige Vize-Ammann Silvan Bärtschi zur Verfügung gestellt.

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