Bis zum 4. März konnte die Baubewilligung für das Projekt «Hamburgpark» mit rund 87 Wohnungen noch angefochten werden. «Stand jetzt ist beim Kanton keine Beschwerde eingegangen», sagt Michael Schätti, stellvertretender Gemeindeschreiber in Menziken.

An der Grenzstrasse zwischen Menziken und Burg sollen auf knapp 1 Hektar Fläche vier Mehrfamilienhäuser entstehen können. «Ich denke, die Baubewilligung ist rechtskräftig», bestätigt der Leiter der Abteilung Bau und Planung, Luigi Antonuccio. Damit ist so gut wie sicher, dass die Gemeinde schon bald 3,3 Millionen Franken einnehmen wird. Denn das Bauland gehört ihr.

Mit dem Bauherrn ist vereinbart, dass er das Land dann übernimmt, wenn die Baubewilligung vorliegt. Den Verkauf hat die Gemeindeversammlung abgesegnet, denn Menziken (Steuerfuss: 114%) kann zusätzliche flüssige Mittel und zukünftige Steuerzahler gut gebrauchen, um seine angespannte finanzielle Lage aufzubessern. Zwar hat die Gemeinde mit dem Deal einen Teil des (kalkulierbaren) Risikos für den Bauherrn auf sich genommen, doch beim Kaufpreis habe sie keine Zugeständnisse gemacht: «Das Bauland wird zum Marktwert veräussert», sagt Antonuccio.

Ehemalige Kiesgrube

Bauherr ist das Unternehmen Zima mit Niederlassung in St. Gallen. Auf seiner Website wirbt es bereits für den «Hamburgpark», der auf einer ehemaligen Kiesgrube zu stehen kommen wird. Die vier sechsstöckigen Mehrfamilienhäuser sollen laut Plan einen grünen Innenbereich mit Spiel- und Begegnungsplatz umschliessen, der eine Teichanlage, Wiesen und eine Föhrenbepflanzung bietet. (MIK)