Kulm
Messe wird auf den Herbst verschoben

Die Leistungsschau des Kulmer Gewerbes findet nächstes Jahr nicht im Frühling, sondern im Herbst und nicht in Oberkulm, sondern in Unterkulm statt. Auch sonst wird einiges anders.

Sibylle Haltiner
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Die künftigen Aussteller diskutieren über den Muster-Messestand. Manfred Werner von der Imageworker AG (im gestreiften Shirt) gibt Auskunft.

Die künftigen Aussteller diskutieren über den Muster-Messestand. Manfred Werner von der Imageworker AG (im gestreiften Shirt) gibt Auskunft.

Sibylle Haltiner

«Wir wollen zurück zu den Wurzeln und einfach eine Gewerbeausstellung machen», sagte Hans Jörg Elsasser, OK-Präsident der Regionalmesse des Gewerbevereins Kulm. Für die 14. Ausstellung, die unter dem Motto «Zäme vorwärts» vom 6. bis 8. Oktober 2017 in Unterkulm stattfinden soll, sind verschiedene Änderungen vorgesehen, zum Beispiel die Straffung des Rahmenprogramms. Eine erste Informationsveranstaltung für die Aussteller zeigte die Stossrichtung.

Auslöser für die Neuausrichtung war das gut 30-jährige Standmaterial, das nach der letzten Ausstellung im Jahre 2014 entsorgt werden musste. Für die nächste Gewerbemesse wird mit einem professionellen Standbauer zusammengearbeitet. Im Zusammenhang mit diesem neuen Konzept hat das OK auch andere Aspekte der Organisation reflektiert, neben dem Rahmenprogramm etwa Ort und Zeit. So findet die Ausstellung, nach zwei Austragungen in Oberkulm, im nächsten Jahr in Unterkulm statt – in der Mehrzweckhalle und auf dem davorliegenden Kiesplatz.

Verschiebung unumgänglich

Die Verschiebung von den Frühlings- in die Herbstferien wurde von den Ausstellern eher kritisch beurteilt. «Viele Leute sind dann in den Ferien», sagte Malermeister Werner Döbeli, der sowohl Engpässe beim Personal der Aussteller wie auch weniger Besucher befürchtet. Da die Messe nur während der Schulferien durchgeführt werden kann und im nächsten Frühling Ostern mitten in den Ferien liegt, war die Verschiebung auf den Herbst jedoch unumgänglich.

Auf viel Zustimmung hingegen stiess der Entscheid, das Rahmenprogramm zu straffen. So soll es kein separates Eventzelt mehr geben. «Diese Auftritte haben das Publikum eher von den Ausstellern weggezogen», erklärte Hans Jörg Elsasser. «Am Samstagabend war das Eventzelt voll, die Messe selbst aber leer.» Der Auftritt lokaler Vereine hingegen wird auch in Zukunft begrüsst. Auf den Lunapark aber will man verzichten, nur ein Angebot für Kinder, zum Beispiel ein Karussell, ist geplant. «Das finde ich gut, wegen des Autoscooters kommt niemand an eine Gewerbeausstellung», sagte Roman Seiler vom Blumenladen Wynaflor.

Einig war man sich ausserdem, dass ein vielfältiges Verpflegungsangebot Besucher anziehen wird. «In der Mehrzweckhalle können wir wieder ein richtiges Messerestaurant einrichten», so Elsasser. Ein weiteres Beizli oder eine Kaffeestube könnte im Aussenzelt Platz finden.

Professioneller Standbauer

Beim Standbau arbeitet die Regionalmesse Kulm zum ersten Mal mit einem professionellen Anbieter zusammen. Manfred Werner, Vertreter der Imageworker AG, hatte einen Musterstand mitgebracht und stellte den Anwesenden das Angebot vor. Als attraktiv wurde von den Gewerbetreibenden die Pylonenbeschriftung an den seitlichen Standbegrenzungen angesehen. Diese ermöglicht den Besuchern einen guten Überblick über die Aussteller.

Ende März 2017 wird über die definitive Durchführung der Gewerbeausstellung entschieden. Das OK hofft, dass bis zu diesem Zeitpunkt zwei Drittel der Standflächen vermietet sein werden.