Fondue ist eine heikle Menüwahl. Denn: «Nicht jeder isst mit jedem ein Fondue», sagt Felix Matthias vom «Huus 74». Doch für die geselligen Menziker ist das kein Problem. Ebenso wenig wie die Kälte: Trotz Temperaturen um minus fünf Grad fanden sich über 300 Menziker am mit gut 110 Metern «Längsten Menziker Fonduetisch» ein. Dampfende Caquelons, glühende Feuerschalen und vor allem die gute Gesellschaft wärmten die Gemüter.

Organisiert wurde der Anlass in der alten Bahnhofstrasse und dem Postgässli von Felix Matthias und seinen Wirte-Kollegen Res Mäder (ehemals «Trolerhof» und «Homberg», heute «Mäders Gastrodienstleistungen»), Hanspeter Thomi («Trolerhof») und Didi Bolliger («Waldegg»). Geht es nach Felix Matthias, werden die Wirte künftig regelmässig gemeinsame Events durchführen: «Einmal pro Jahr wäre das Ziel. Der Fonduetisch ist erst der Startanlass.»

Schlottern am längsten Fondue-Tisch

Schlottern am längsten Fondue-Tisch

Mit der Biese waren es gefühlte minus 15 Grad. Die Menziker liessen sich ihren Fondue-Plausch am 200 Meter langen Tisch aber nicht vermiesen.

Ein gelungener Start, so viel ist offensichtlich. 88 Kilogramm Käse und 80 Kilogramm Brot warteten nur darauf, in rund 100 Caquelons getaucht zu werden. Doch die hungrigen Mäuler mussten zuerst einmal gehörig Schlange stehen, so gross war der Andrang. «Hier treffe ich einen Haufen Leute, die ich den ganzen Winter nicht gesehen habe», sagt Fred Bühlmann. Der Ex-Feuerwehrkommandant erschien passend zum Anlass mit einem Fondue-Lätzli. Am Tisch nebenan wurde über den richtigen Knobli-Gehalt eines Fondues diskutiert. «Je mehr, desto besser», fand Christine Wildi. Dem widersprach Melanie Wildi: «Das Beste am Fondue ist sicher nicht der Knoblauch!» Der gesellige Aspekt sei ihr am wichtigsten – womit der ganze Tisch einverstanden war.