TaB-Präsident Clo Bisaz hatte Recht: So viel Jungvolk wie am Samstagabend war selten im Theater. Kollegen, Vereinsgenossinnen, ehemalige Lehrer kamen, um ein Ohr voll SilverBlue zu nehmen. Sie wurden nicht enttäuscht. «Ich staune, mit welcher Sicherheit er auf der Bühne steht», sagt Michael Heinigers Götti Niklaus Huber aus Schöftland. Stolz auf seine beiden Kinder ist auch Vater Thoby Heiniger: «Ich finds absolut toll. Früher musste ich ihnen etwas beibringen; nun ists bald umgekehrt.»

«Es haut mi fascht um. Hallo Rinach! Hallo Mänzike! Sind er parat?», so begrüsst Michael Heiniger das Publikum. Ja, es ist. Die Songs mit satten Rhythmen und gefälligen Melodien kommen an.

Als die Band den Ohrwurm «Sunny» intoniert, mit Severin Häfeli am Saxofon, wirds gar jazzig. Der Wechsel von Eigenkompositionen, mal balladesk, mal funky, und Coverversionen (unter anderen «On Broadway») kommt gut an, und einiges geht in die Beine. Nicht genug für Michael Heiniger.

Tanzkurs fürs Publikum

«Mich tunkts, ier bewegid öi eifach echli zwenig», sagt er um 22.22 Uhr, und macht gleich einen rudimentären Tanzkurs mit dem Publikum. Er hat das Zeug zum Unterhalter, ohne alle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: Die ganze Band, aber auch seine Schwester, haben Gelegenheit, sich zu profilieren.

Und in «You give me something» von Jim Morrison zeigt er, was er stimmlich drauf hat. Natürlich darf auch «Hold On», der Titel, mit dem Michael und Daniela Heiniger den Songcontest «Das Mikrofon» gewonnen haben, nicht fehlen. Mit zwei Zugaben und einer Wiederholung geht das Heimkonzert zu Ende.