Menziken

Menziken will Steuern um drei Prozent senken

Das Menzo-Schulhaus, Baujahr 1976, soll etappenweise saniert und aufgefrischt werden.  Peter Siegrist

Das Menzo-Schulhaus, Baujahr 1976, soll etappenweise saniert und aufgefrischt werden. Peter Siegrist

An der Menziker Gemeindeversammlung vom 16. November gehts um viel Geld. Erfreulich für die Einwohner ist dabei, dass die Behörde mit dem Budget 2012 einen um drei Prozentpunkte tieferen Steuerfuss vorschlägt, neu 119 Prozent statt 122 Prozent.

«Unsere langfristige Finanzplanung lässt diesen Schritt jetzt zu» erklärt Gemeindeammann Annette Heuberger gegenüber der az Aargauer Zeitung. Menziken habe in den letzten Jahren einen stabilen Steuereingang zu verzeichnen.

Auch mit den um drei Prozent verminderten Steuereinnahmen, bleibe nebst den nicht beeinflussbaren Ausgabeposten genügend Spielraum für Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde, sagt Heuberger. «Die Verwaltung wird weiterhin mit den Steuergeldern sehr sorgfältig umgehen müssen, das bleibt so und ist auch richtig.»

Arbeiten flexibler ettappieren

Im Bezirk Kulm nähert sich Menziken Unterkulm und Teufenthal, beide mit 118 Prozent. Im Budget 2012 rechnet die Behörde mit einem Umsatz von 22,9 Mio. Franken. Grössere Mehrausgaben fallen bei der Bildung mit zusätzlichen 322000 Franken und im Gesundheitswesen (+ 649000 Franken) an.

Für Sanierungsarbeiten am Menzo-Schulhaus aus dem Jahre 1976, Erweiterung 1998, verlangt die Behörde einen Kredit von 700000 Franken. Bereits in den letzten Jahren seien jährliche einige Schulzimmer renoviert worden, erklärt die Behörde, jetzt möchte sie mit einem Gesamtkredit die nötigen Arbeiten flexibler etappieren können. Nebst den Schulzimmern werden auch verschiedenen Nebenräume und der Eingangsbereich erneuert. «Gesamthaft gesehen ist das Menzo-Schulhaus in einem guten Zustand», erklärt Heuberger, «aber wir wollen den Werterhalt langfristig garantieren.»

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Das Verkehrsabteilungsfahrzeug für Personen- und Materialtransport der Feuerwehr Menziken-Burg-Pfeffikon ist 27 Jahre alt und muss ersetzt werden. Die Kosten von 120000 Franken könnten aus dem geäufneten Investitionsfonds – ohne Neuverschuldung – beglichen werden. Zusätzlich werden Subventionen der Gebäudeversicherungen der Kantone Aargau und Luzern erwartet.

Gegenwärtig finden erneut Verhandlungen statt mit dem Ziel der Fusion der Menziker Feuerwehr mit Reinach-Leimbach. «Falls es innert nützlicher Frist zu einer Fusion kommt», erklärt Heuberger, «dann würde die Fahrzeugbeschaffung zurückgestellt und neu beurteilt.»

Weiter stehen an der Menziker Gmeind die «Tarife über die Entschädigung von Einsatzkosten im Feuerwehrwesen» zur Diskussion. Es geht dabei um konkrete Beträge für Personen, Fahrzeuge und Ausrüstungen im Einsatz. Die Entschädigungen werden als Tarife indexiert und auf den 1.1.2012 eingeführt.

Zwei weitere Kreditgesuche betreffen die Sanierung der Hauptwasserleitung der Grenzstrasse (460000 Franken) und den Ausbau der Risistrasse für 1,08 Millionen Franken.

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