Fusionspläne
Menziken und Burg bekämen bei Fusion über 12 Millionen – das käme den Gemeinden gelegen

Die beiden Gemeinderäte beantragen Abklärungen. Sinn würde eine Fusion machen. Die beiden Gemeinden arbeiten eh schon eng zusammen

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Gemeindeammänner Erich Bruderer und Marcel Schuller (r.).

Gemeindeammänner Erich Bruderer und Marcel Schuller (r.).

uhg

Es gibt wohl keine Gemeindefusion, die logischer wäre, als ein Zusammengehen von Menziken und Burg. Denn das kleine Burg (997 Einwohner) ist praktisch ganz von Menziken (6497 Einwohner) umgeben. Einzig mit dem luzernischen Rickenbach hat die flächenmässig zweitkleinste Gemeine Aargauer Gemeinde eine kurze Grenze – 14 Meter.

Ein erster Versuch, im oberen Wynental aus vier Gemeinden «Rynach» zu machen, ist 2007 gescheitert. An den finanziellen Gegebenheiten. Jetzt nehmen zwei der vier einen neuen Anlauf. Im letzten Herbst hat Gemeindeammann Marcel Schuler (parteilos) in Menziken bei Erich Bruderer (FDP) vorgesprochen. Ohne Corona hätten die beiden Gemeindeversammlungen bereits im Juni über je 100000 Franken für Zusammenschlussabklärungen entscheiden können (davon übernimmt der Kanton dann je 15000 Fr). Jetzt wird es halt November. Bei einem Ja sollen acht Arbeitgruppen gebildet und es soll gezielt auf eine Fusion im Januar 2023 (allenfalls 2024) hingearbeitet werden. Das heisst, die definitiven Entscheide würden im Sommer/Herbst 2022 zuerst an der Gemeinde und dann an der Urne fallen.

Gemeinden arbeiten schon jetzt eng zusammen

Mit Steuerfüssen von 118 (Menziken) respektive 122 Prozent (Burg) sind beide Gemeinden nicht auf Rosen gebettet. Schlecht geht es vor allem Burg. «Wir können gerade noch die laufenden Kosten decken, aber gar keine Investitionen mehr tätigen», erklärt Schuller. «Wir haben schon Mühe, wenn wir neue Stühle für die Schüler benötigen.» Grosse Herausforderungen seien die komplexen Aufgaben, die ihnen laufend vom Kanton übertragen würden. Es falle zudem schwer, politisches Personal zu rekrutieren.

Erich Bruderer wies darauf hin, dass beide Gemeinden schon heute eng zusammenarbeiten würden. So erbringt Menziken seit 2007 für Burg Verwaltungsdienstleistungen.

Sollten sich die Stimmbürger dereinst der Fusion zustimmen, würden sie vom Kanton reich belohnt. Für den Aufwand gäbe es je 400'000 Franken. Und zusammen bekämen sie 12 Millionen – wegen ihres Mangels an Finanzkraft fast so viel wie die fünf ­Aarauer Zukunftsraumgemeinden (etwa 14 Millionen Franken). (uhg)

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