Protest
Menziken überreicht Asyl-Petition an Susanne Hochuli

Die Gemeinde Menziken wehrt sich gegen die geplante Asylunterkunft im Hotel Sternen. Heute Nachmittag hat eine Menziker Delegation die Petition «Nein zur ungerechten Verteilung von Asylsuchenden» an Regierungsrätin Susanne Hochuli übergeben.

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3479 Unterschriften wurden im Juni gesammelt. Gemeindeammann Annette Heuberger ist zufrieden mit dem Ergebnis: «Die Petition ist ein stiller Protest der Bevölkerung. Private haben die Petition lanciert, da steckt kein Verband dahinter.» Diese war vor rund einem Monat lanciert worden.

Menziken will sich nicht damit abfinden, dass der Gasthof Sternen in eine Asylunterkunft mit 90 Plätzen umfunktioniert wird.

Menziken will sich nicht damit abfinden, dass der Gasthof Sternen in eine Asylunterkunft mit 90 Plätzen umfunktioniert wird.

Pascal Meier

Die Petition stellt die Forderung nach einer gleichmässig Zuweisung der Asylsuchenden auf die Gemeinden im Aargau, so sehe es das Gesetz nämlich vor, schreiben die Initianten.

Im Wortlaut steht weiter in der Petition: «Wir fordern Rücksichtnahme auf das Umfeld vor Ort (Verhältnis Ausländer/Schweizer). Wir fordern höhere Beiträge von Gemeinden an den Kanton, die ihrer Pflicht mit der Aufnahme von Asylsuchenden nicht nachkommen. Wir fordern eine kostendeckende Entschädigung vom Kanton an die Gemeinden, welche mehr als die Pflichtzahl von Asylsuchenden aufnehmen. Wir sind gegen eine Überbelastung einzelner Gemeinden. Wir sind gegen eine Überbelastung von strukturschwachen Randregionen.»

Im Sternen sollen bis zu 90 Asylsuchende untergebracht werden. Eigentümer und damit Vermieter an den Kanton ist der ehemalige Ammann Hans Marti. Nach Publikwerden der Asyl-Pläne trat er aus seiner Partei, der SVP, aus.

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