Menziken
Ein Becken soll bei Starkregen die Wyna-Verschmutzung stoppen – Kostenpunkt: Fünf Millionen Franken

Für 5,15 Millionen Franken soll ein Regenüberlaufbecken in den Menziker Boden versenkt werden. Das Baugesuch liegt öffentlich auf, das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Cynthia Mira
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Auf dem Kiesplatz an der Ecke Herkulesstrasse zur Hauptstrasse wird einst das Servicehaus stehen.

Auf dem Kiesplatz an der Ecke Herkulesstrasse zur Hauptstrasse wird einst das Servicehaus stehen.

Cynthia Mira

Das Menziker Stimmvolk entscheidet am 9. Juni über einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 5,15 Millionen Franken. So viel kostet der Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens. Es ist das erste Becken, das auf Menziker Boden entstehen wird. Ungewöhnlich ist ein solcher Bau aber nicht. Einer liegt für die Gemeinde bereits im Untergrund der Spitalstrasse auf Reinacher Boden.

Das Baugesuch liegt seit dem 12. Februar öffentlich auf. Betroffen ist der Kiesplatz an der Ecke der Herkulesstrasse zur Hauptstrasse. Auf dem Parkplatz ist die Aussteckung vorgenommen, obwohl unterirdisch gebaut wird. Grund dafür ist das Servicehaus, das an dieser Stelle stehen wird. In das Projekt involviert ist die Reinacher Planergemeinschaft Flury Bauingenieure AG & fbpartner AG. 2016 beauftragte der Abwasserverband Oberwynental (AOW), dem die Koordination obliegt, das Unternehmen.

Der Bau entlastet die Kläranlage in Reinach

Das Vorhaben dient dem Gewässerschutz der Wyna. Die Leitungen in der Grundwasserschutzzone Russirainmatte sind zu klein und teilweise undicht. Bei Starkregen kommt es zu Verschmutzungen und Überschreitung der Immissionsgrenzwerte. Bei Starkregen fängt das Becken neu temporär Abwasser auf, um es später der Kläranlage zuzuführen. Mit dem Bau wird somit die Kläranlage im Reinacher Moos entlastet.

Insgesamt beträgt das Auffangvolumen 800 Kubikmeter. Das Fassungsvermögen des Beckens liegt bei 618 Kubikmetern; es ist zweigeteilt. Bei Bedarf können die Speicherkanäle und das Becken innert 2,5 Stunden geleert werden. Die zwei Räume haben je eine Länge von 19 Metern und sind 6 Meter breit. Der tiefste Punkt beim Aushub liegt bei 7,31 Metern.

Die Gemeinde Menziken kostet der neue Bau 4,27 Millionen Franken. Der geringere Teil der Kosten fällt auf Burg und Rickenbach, weil sie als Verursachergemeinden gelten. Sollten die Einwohner zustimmen und keine Einwendungen erfolgen, startet der Bau 2022.