Menziken
Der Gemeinderat gewährt sich für die nächsten vier Jahre keine Lohnerhöhung

Die Gemeindeversammlung vom 9. Juni entscheidet zudem über 4,27 Millionen Franken für ein Regenüberlaufbecken.

Flurina Dünki
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Gemeindeversammlung Menziken am 4.11.2020.

Gemeindeversammlung Menziken am 4.11.2020.

Flurina Dünki / Aargauer Zeitung

Der Menziker Gemeinderat will sich für die nächste Amtsperiode nicht mehr Entschädigungsgelder auszahlen. In der Broschüre zur Gemeindeversammlung vom 9. Juni schreibt er: «Obwohl die zeitliche Beanspruchung der Gemeinderatsmitglieder in den letzten Jahren weiter zugenommen hat, empfiehlt der Gemeinderat, die indexierten Grundbesoldungen und die Zusatzentschädigung Bauwesen unverändert auch in der Amtsperiode 2022/2025 beizubehalten.»

Menziken (6500 Einwohner) rechnet mit einer Grundbesoldung (Ammann: 42'010 Franken, Vize: 12 730 Franken, Gemeinderäte: 10'190 Franken), die jährlich der jeweiligen Teuerung angepasst wird. Hinzu kommt eine Spesenpauschale (Ammann: 4350 Franken, Vize und Gemeinderäte: 1700 Franken). Für 2021 heisst das, dass Ammann Erich Bruderer (FDP) 67 636 Franken Bruttoentschädigung plus 4350 an Spesen bekommen wird. Die Bruttoentschädigung für Vize Andreas Mäder wird 20'495 Franken betragen, die für die übrigen Gemeinderäte je 16'404 Franken.

Über 4 Millionen für das Regenüberlaufbecken

Der Souverän muss zudem über das neue Regenüberlaufbecken bestimmen, dessen Baugesuch bereits aufgelegen ist. Von den 5,15 Millionen Franken Baukosten beträgt der Anteil der Gemeinde 4,27 Millionen. Es käme im Untergrund zwischen der Wyna und der Hauptstrasse zu liegen, gegenüber vom «Glashaus». Im Falle von heftigen Regenfällen könnte es «die Spitze des anfallenden Niederschlagswassers vorübergehend zurückhalten» und es dient auch als Regenwasserbehandlungsanlage und als Zwischenspeicher.

Mehrere Kreditabrechnungen gilt es abzusegnen: die Bauarbeiten in der Kleinfeldstrasse (Kredit um 10 Prozent unterschritten), die Sanierung der Kanalisation Gartenstrasse (Kredit um 13,3 Prozent unterschritten) und die Sanierung des Freibads Walzimatt (Kredit um 9 Prozent unterschritten).

Schliesslich muss Menziken wie alle Gemeinden von «Impuls Zusammenleben aargauSüd» entscheiden, ob ab 2022 für dieses Programm nach Ablauf der Anschubunterstützung von Bund und Kanton 8 statt bisher 5 Franken pro Einwohner bezahlt werden soll. Die Rechnung 2020 schliesst mit einem Plus von gut 2 Millionen Franken ab. Gesamthaft waren Aufwand und Ertrag mit total je 34 Millionen Franken ausgeglichen. Der Selbstfinanzie­- rungsgrad der Gemeinde liegt bei 95 Prozent. (fdu)