Unterkulm
Mehr Raum für Schutzorganisation

Die Gemeinde plant die Umnutzung und Erneuerung der Zivilschutzanlage Juch. Künftig sollen eine Bereitstellungsanlage und ein Kommandoposten einsatzbereit sein.

Peter Siegrist
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Die Behörde von Unterkulm bringt an der Gemeindeversammlung von 25. November ein Kreditgesuch über 970 000 Franken vor den Souverän. Die Zivilschutzanlage Juch soll den neuen Bedürfnissen angepasst und renoviert werden.

Die Gemeinden Oberkulm, Unterkulm und Teufenthal bilden seit 2004 den Gemeindeverband Bevölkerungsschutz und Zivilschutzorganisation (ZSO) Wynental. Ebenfalls seit 2004 besteht das Regionale Führungsorgan (RFO). Der Kommandoposten beider Organisationen befindet sich heute in Gränichen.

Gesuch um Umnutzung

Das RFO hat gemeinsam mit der ZSO das Gesuch gestellt, die Bereitstellungsanlage Juch umzunutzen. Da dem RFO immer mehr Aufgaben übertragen wurden, zum Beispiel Warnung und Alarmierung derBevölkerung, Gefährdungsanalyse, wurde die Organisation personell aufgestockt.

Heute ist der Kommandoposten in Gränichen zu klein, Stabsübungen können am eigentlichen Einsatzort gar keine mehr durchgeführt werden. Zudem ist die Anlage in Gränichen veraltet und Möglichkeiten für eine Erweiterung gibt es keine. Ebenfalls Raumbedürfnisse angemeldet hat die Feuerwehr Mittleres Wynental. Ihr fehlen ein Rapport- und ein Aufenthaltsraum.

Der Gemeinderat Unterkulm hat die Umnutzung und Erneuerung der heute 35-jährigen Anlage Juch geplant. Neben der allgemeinen Sanierung ist vorgesehen, für das RFO, die ZSO und die Feuerwehr das nötige Raumangebot einzurichten. Dazu gehört, dass die Infrastruktur aufgerüstet wird im Bereich Notstrom, Medienleitungen, Informatikmittel und Funk. Die Räume mit den Liegestellen in der Anlage bleiben bestehen.

Die Kosten und wer zahlt

Für Erneuerung der Zivilschutzanlage müssen 970 000 Franken investiert werden. Dieser Betrag verteilt sich auf verschiedene Handwerksgattungen auf wie: Baumeister, Elektriker, Heizung und Sanität, Maler und Schreiner.

Bund und Kanton haben nicht nur der Sanierung zugestimmt. 830 000 Franken vom Gesamtbetrag sind subventionsberechtigt und können vom Bund zurückgefordert werden. Die verbleibenden 140 000 Franken werden aufgeteilt: auf die Gemeinde Unterkulm, den Gemeindeverband ZSO und die Feuerwehr Mittleres Wynental. Für Unterkulm ergeben sich Nettoinvestitionen von 66 000 Franken. Das Gesetz verlangt von der Standortgemeinde dennoch die Genehmigung des Bruttokredites von 970 000 Franken.