Unterkulm bekommt einen neuen Park&Ride-Parkplatz beim Bahnhof. Im Zuge des geplanten neuen Wohn- und Dienstleistungsquartiers auf dem ehemaligen KWC-Betriebsgelände wird auch der ehemalige Firmenparkplatz nördlich des Areals umgestaltet. «Eine Auflage der Gemeinde», wie der Kulmer Bauverwalter Reto Müller sagt.

Der Grund: Die sieben heutigen Parkplätze hinter dem WSB-Bahnhof kommen weg. Die Artemis Immobilien AG als Bauherrin des neuen Quartiers will den Bahnhofplatz, der gleichzeitig Vorplatz zum neuen Büro-Tower wird, zu einen grosszügigen Ort der Begegnung mit Wasserspiel umgestalten. Das ist Teil des Gestaltungsplans. Dafür stellt die Artemis Immobilien AG westlich des Areals der WSB neue Park-&-Ride-Parkplätze zur Bewirtschaftung zur Verfügung. Damit gibts beim Unterkulmer Bahnhof künftig 17 Pendlerparkplätze, also zehn mehr als vorher. Insgesamt entstehen auf dem neuen Platz unter Pappeln 37 Parkplätze, 20 werden weiterhin von der KWC genutzt.

Der heutige Kiesplatz werde derart umgestaltet, dass er sich optisch ans neue Quartier anfüge. «Eine gute Sache für die Gemeinde», sagt Reto Müller. «Wir wollten eine Aufwertung des Platzes und einen Mehrwert für die Gemeinde. Die zusätzlichen Parkplätze für die WSB machen unser Dorf attraktiver.»

Das Baugesuch für den Umbau des Parkplatzes mit einem Investitionsvolumen von 200'000 Franken liegt noch bis zum 11. Juli öffentlich auf. Auch das Baugesuch für die erste Bauetappe auf dem ehemaligen KWC-Areal ist bei der Gemeinde eingereicht, allerdings noch nicht zur Publikation parat. «Es müssen noch einige Detailabklärungen nachgereicht werden», so der Bauverwalter.

Bei der Artemis Immobilien AG rechnet man mit einer Auflage im August, wie Geschäftsführer Markus Dobnik auf Anfrage sagt. Für rund 30 Millionen Franken werden in einem ersten Schritt ein neues Verwaltungsgebäude (Tower) und zwei moderne Wohnbauten realisiert, inklusive Einbindung der alten Giesserei und des ehemaligen Mühle-Gebäudes.

Bis die Bagger in Unterkulm auffahren, wird es also noch dauern. Denn trotz Vorsprung werden die Arbeiten am Parkplatz nicht vor dem Baustart fürs neue Quartier in Angriff genommen.