Reiden
Massensterben wegen Gülle: Bis Hubert Käch wieder fischen kann, vergehen Jahre

Auf einem Abschnitt von acht Kilometern sind alle Fische tot. Pächter Hubert Käch aus Reiden kann es kaum fassen. Grund für das Massensterben ist ein Bauer. Bis Käch wieder im Bachabschnitt fischen kann, vergehen mehrere Jahre. Warum?

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Es ist ein schlimmes Bild, dass sich Hubert Käch am vergangenen Donnerstag zeigt: Auf einem Abschnitt von acht Kilometern sind im Huebbach bei Reiden alle Fische tot. Allein auf einem fünf Meter langen Abschnitt holt der Pächter des Baches ein Dutzend tote Forellen aus dem Wasser.

"Dieser Moment schmerzt", sagt Käch gegenüber Tele M1. Man sehe an den offenen Mündern, dass die Fische noch versuchten, nach Luft zu schnappen – sie aber dann elendig verstickt seien.

Schuld am Massensterben ist ein Bauer, dem in grossen Mengen Gülle in den Bach gelaufen ist, weil ein Schieber an seinem Güllenwagen nicht geschlossen war. Immerhin hat sich der Landwirt selbst bei der Polizei gemeldet, was für Käch ein kleiner Trost ist: "Das zeigt, dass auch er an dem Unfall leidet."

Der Bauer aus Richenthal hat nun eine Anzeige am Hals. Er muss neben der Busse auch noch für den Schaden aufkommen.

Bis Hubert Käch aber wieder im betroffenen Bachabschnitt fischen kann, vergehen mehrere Jahre. Dies, weil die kleinen Krebse, welche die Nahrung für die Forellen sind, ebenfalls tot sind. Bis sich diese wieder angesiedelt haben, vergeht einige Zeit. (fam)