Geplante Asylunterkunft

Mahnwache in Muhen: «Ich will, dass die Schweiz wieder zur Schweiz wird»

Protest gegen die geplante Asylunterkunft: Stimmen aus Muhen

Protest gegen die geplante Asylunterkunft: Stimmen aus Muhen

Gut 500 Müheler hielten am Dienstagabend trotz den eisigen Temperaturen mit Fackeln bewaffnet eine Mahnwache gegen die geplante Asylunterkunft. Für die Dorfbewohner gibt es viele Gründe für den Widerstand.

«Ich bin gekommen, weil ich es eine Frechheit finde, 60 Leute ins Waldeck zu stecken. Das sind einfach zu viele auf einem Haufen.» Das sagt ein junger Mann während der Mahnwache vom Dienstag gegenüber «Tele M1».

Er ist nur einer von zahlreichen Demonstranten. Gut 500 von ihnen haben sich vor dem Gasthof Waldeck, neben der Zughaltestelle Mittelmuhen, versammelt. Zum Vergleich: Das Dorf selbst hat knapp 4000 Einwohner.

Ein anderer Herr mit einer brennenden Fackel in der Hand sagt: «Ich will einfach wieder, dass die Schweiz die Schweiz wird und wir nicht nur für die Ausländer das Geld ausgeben müssen». Ein anderer Mahnwächter stösst sich an der Zahl der Fremden, die kommen sollen: «Diese rund 60 Personen sind einfach zu viel für Muhen.»

Doch nicht nur die Zahl der Flüchtlinge in der geplanten Unterkunft wird kritisert, auch der Standort: «Das ist mitten im Dorf. Ich arbeite gleich gegenüber, und für die Leute, die hier entlang kommen, ist es einfach nicht das Ideale.»

Fackeln vor dem Gasthof Waldeck.

Fackeln vor dem Gasthof Waldeck.

1500 Unterschriften

Nach aktuellem Stand haben fast 1500 Personen gegen die geplante Asylunterkunft unterschrieben. Diese soll in dem Gasthof Waldeck eingerichtet werden: Der jetzige Besitzer hat sie dem Kanton dafür angeboten.

In der Unterkunft sollen 60 Personen untergebracht werden. Dagegen regte sich Widerstand: Die IG Pro Muhen wurde gegründet. Diese Gemeinschaft hat auch die Mahnwache organisiert. (hug)

Live auf Tele M1

Mehr zur Mahnwache: In der Sendung «Aktuell» um 18 Uhr, stündliche Wiederholung

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