Hohe Wertschätzung erfuhr die Jugendfeuerwehr Ruedertal am Freitagabend. Die 15 Angehörigen der Jugendfeuerwehr Ruedertal, darunter fünf Mädchen, dürfen im «Sternen» Schmiedrued eine Pizza essen gehen. Und der zuständige Schmiedrueder Gemeinderat, Heinz Sommerhalder, erhält für die jungen Feuerwehrleute und ihre Ausbildner einen Geschenkkorb.

Seit sieben Jahren lädt die Firma im Bohler, Rickenbach, an der Grenze zum Aargau, zu Feierabendveranstaltungen, und zwar dreimal im Frühling und dreimal im Herbst. «Am Anfang waren es Architekten und Ingenieure, dann haben wirs geöffnet, Politiker, Banker, eine offene Veranstaltung, Leute aus dem Luzernischen und aus dem Aargau», sagt Sebastian Müller. Zahlreiche Gemeinderäte von Martin Heiz aus Reinach bis Josef Fischer aus Triengen sind da. Und der Luzerner Regierungsrat Marcel Schwerzmann.

Im Gespräch mit Urban Müller verrät Heinz Sommerhalder das Geheimnis des Erfolgs der Jugendfeuerwehr: «Bei vielen ist der Vater als Feuerwehrmann das Vorbild und motiviert, da mitzumachen.» Da man nicht an Ernstfällen dabei sein kann – «sonst wärs noch Kinderarbeit», wirft Müller ein – besucht man erfolgreich Wettkämpfe. Der sportliche Aspekt sei wichtig. Einmal pro Monat wird geübt. Neben Ausdauer braucht es auch eine gewisse Geschicklichkeit im Umgang mit den Gerätschaften.

Ob die Jungen aus der Jugendfeuerwehr dann auch in die «richtige» Feuerwehr übertreten? Das hange wesentlich von der Arbeitssituation und damit der Wohnsituation ab, sagt Sommerhalder, doch gelinge es, den Bestand der Feuerwehr zu halten, wenn jährlich ein paar überträten: «Mit 11 Jahren kann man einsteigen; mit 18 ist man reif für die Grossen.»

Daniel Gloor leitet die Jugendfeuerwehr. «An unserer Hauptübung an einem Samstag im Herbst laden wir die entsprechenden Schüler ein», sagt er. Für Matthias Müller, dessen Vater im Atemschutz eingeteilt ist, macht das Wasserspritzen, das «Chosle», Spass. Alina Hunziker, 12, findet es spannend, «Neues zu lernen, beispielsweise einen Hydranten zu öffnen oder diverse Schlaucharten kennenzulernen».

Reden, trinken, essen, netzwerken, geniessen: Die Feierabendveranstaltungen bieten Abwechslung. Da gibt’s von «5vor5 bis 7ab7» Musik, Zeitreisen, Witziges und einen Talk. Am Freitag stellte sich Florian Ast den Fragen des Obwaldner Filmers und Musikers Luke Gasser.