Regionalverband Suhrental
Lis Lüthi: „Wir wollen Anlaufstelle und Drehscheibe sein“

Seit sechs Monaten amtet Lis Lüthi als Geschäftsführerin des Regionalverbands Suhrental. Im Interview spricht die Holzikerin über die Herausforderungen der neu geschaffenen Stelle.

Flurina Dünki
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Lis Lüthi, seit Dezember Geschäftsführerin des Regionalverbands Suhrental in Schöftland.

Lis Lüthi, seit Dezember Geschäftsführerin des Regionalverbands Suhrental in Schöftland.

Flurina Dünki

Frau Lüthi, Sie sind seit sechs Monaten Geschäftsführerin des Regionalverbands Suhrental (RVS). Hat es geholfen, dass Sie die Region schon kannten?

Es ist sicher ein grosser Vorteil, dass ich zusammen mit meiner Familie in der Region wohne und dass wir hier auch den grössten Teil unserer Freizeit verbringen. So beschäftige ich mich täglich beruflich und privat mit unserer schönen Region und ihrer Bevölkerung. Für mich ist es nicht einfach ein Job, sondern eine Aufgabe, in welcher viel Herzblut steckt.

Was macht die Geschäftsführerin des Regionalverbands eigentlich?

Meine Aufgabe ist die operative Führung der Geschäftsstelle in Schöftland. Die Hauptanliegen des RVS sind beispielsweise die Erarbeitung der regionalen Grundlagen und Konzepte für die kantonale Raumplanung, die Vertretung regionaler Anliegen gegenüber den kantonalen Behörden, Beratung und Unterstützung der Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und die Stärkung der regionalen Identität.

Den Regionalverband gibt es schon länger, die Geschäftsführer-Stelle erst seit Dezember 2016. Warum?

Den Regionalverbänden, welche sich ursprünglich fast ausschliesslich um raumplanerische Aufgaben gekümmert haben, wurden vom Kanton neue Aufgaben zugewiesen, etwa im Asyl- und Pflegebereich. Auch werden die Gemeinden laufend mit neuen komplexen Themen konfrontiert, wie dem Kinderbetreuungsgesetz. Dem Regionalverband Suhrental stehen mit dieser Neuerung personelle Ressourcen zur Verfügung, um regionale Aufgaben zu übernehmen und die Gemeinden zu unterstützen.

Welches waren Ihre Hauptaufgaben in den ersten sechs Monaten?

Der Schwerpunkt lag bei der Ausarbeitung der Entwicklungsstrategie und dem Projekt «Umsetzung Kinderbetreuungsgesetz», welches die RVS-Gemeinden gemeinsam angehen. Um die Anliegen und Bedürfnisse der einzelnen Mitgliedsgemeinden kennen zu lernen, stand in der ersten Zeit auch ein Besuch bei jeder Gemeinde sowie bei den ortsansässigen Gewerbevereinen auf dem Programm.

Was sind denn die Herausforderungen der Verbandsregion?

Die Bevölkerung wächst bei uns im kantonalen Vergleich unterdurchschnittlich. Zudem bietet die Region verhältnismässig wenig Arbeitsplätze. Dies, obwohl das Suhren- und Ruedertal mit dem attraktiven Wohnstandort und der zentralen Lage über bedeutende Standortvorteile verfügt. Der Regionalverband Suhrental kann gemeinsame Projekte mit Gemeinden, Verbänden, Firmen und kulturellen Institutionen initiieren, kann Anlaufstelle und Drehscheibe sein. Zudem ist es auch Aufgabe des RVS, den Bekanntheitsgrad der Region zu erhöhen und sich im Bereich Standortmarketing zu engagieren.

Blicken wir voraus: Was sind Ihre Ziele für die nächsten Monate?

Ich möchte unseren Gemeinden die notwendige Unterstützung für eine termingerechte und reibungslose Umsetzung des Kinderbetreuungsgesetzes bieten. Weitere Aufgaben ergeben sich aus den kurz- und mittelfristigen Massnahmen der im Mai verabschiedeten Entwicklungsstrategie. Diese müssen nun priorisiert und umgesetzt werden.

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