Dieses Jahr feiern Schlossrued und Schmiedrued 200 Jahre Eigenständigkeit. Arthur Schneider, Besitzer der Ruedersäge, schenkte den Gemeinden eine Sommerlinde. Die Gemeinderäte setzten sie als nachhaltige Erinnerung ans Jubiläumsjahr. Sowohl Marliese Loosli als Gemeindeammann von Schmiedrued als auch Martin Goldenberger, der Schlossrueder Ammann, machten sich Gedanken über die Bedeutung des Baumes. Die Dorflinde als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens, unter deren Dach man getanzt hat. Nicht umsonst gebe es in der Schweiz gut 1100 Ortschaften und Weiler mit der Linde im Namen.

«Die Linde ist der Symbolbaum für Herzlichkeit, Geborgenheit und Nestwärme», sagte Arthur Schneider. Er wies auch auf die Bedeutung des Baumes als Gerichtsstätte hin, nicht nur in Lenzburg, wo unter fünf Linden Bernhart Matter zu Tode kam. Früher habe man bei der Geburt eines Stammhalters oft eine Linde gepflanzt. Zufall? Just am Tag der Pflanzung ist die Schmiedrueder Gemeinderätin Esther Kirchhofer Mutter von Sohn Remi geworden.