Burg
Liegenschaftsbesitzer sollen Dorfkern mitgestalten

Die Entwicklung des Dorfzentrums war ein Thema an der Gemeindeversammlung. Zu reden gaben ausserdem die Strasse und die geplante Mobilfunkantenne.

Sibylle Haltiner
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Für eine zeitweise emotionale Diskussion sorgte an der Gmeind unter anderem die Verkehrssicherheit entlang der Hauptstrasse.

Für eine zeitweise emotionale Diskussion sorgte an der Gmeind unter anderem die Verkehrssicherheit entlang der Hauptstrasse.

Rahel Plüss

Der Dorfkern ist der Burger Bevölkerung etwas wert. Vor zwei Jahren genehmigte der Souverän an der Gemeindeversammlung einen Kredit für eine Potenzialstudie und Entwicklungsstrategie zur Aufwertung des Zentrums. An der Gemeind vom Donnerstagabend stellte Barbara Gloor vom Raumplanungsbüro Metron AG, Brugg, die Resultate der Studie vor. Für die Raumentwicklung ist das Dorfzentrum ein Schlüsselareal, die Studie soll Inputs für die Revision der Nutzungsplanung geben.

«Verschiedene Anforderungen treffen im Zentrum aufeinander», erklärte Barbara Gloor. Öffentlicher Raum, publikumsorientierte Nutzung und Privatareale kämen zusammen. Fünf Fokusräume haben die Raumplaner ausgemacht: Dorfeingang, Steinplatz, Pärkli, Frohsinn und das Feuerwehrlokal. «Der Steinplatz hat Potenzial für einen Begegnungsraum», meinte Barbara Gloor. Allerdings ist er zurzeit mit einem Mäuerchen eingefasst, für eine bessere Zugänglichkeit wären andere Begrenzungen, beispielsweise eine Treppe, besser geeignet. Das mitten im Dorf gelegene Feuerwehrlokal könnte als Kulturraum, Kindertagesstätte oder Mehrgenerationen-Wohnhaus genutzt werden. Mit Visualisierungen zeigte die Raumplanerin verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten der fünf Fokusräume.

Die Gemeinde hat bereits einen ersten Schritt zur Weiterentwicklung des Dorfzentrums unternommen und eine Liegenschaft, die zum Kauf stand, erworben. Der grösste Teil der Kernzone gehört jedoch privaten Eigentümern. «Wir müssen die Besitzer dazu motivieren, die Entwicklungsstrategie mitzutragen», erklärte Gemeindeammann Marcel Schuller. Er hofft, dass die Gesamtrevision der Nutzungsplanung, welche die rechtliche Grundlage zur Gestaltung des Dorfzentrums bildet, der Sommergmeind 2016 vorgelegt werden kann. Da die vom Kanton geforderten Auszonungen jedoch noch Gegenstand von Verhandlungen sind, ist der Termin für die Vorlage dieses Geschäfts noch nicht gesichert.

Für zeitweise emotionale Diskussionen sorgten unter dem Traktandum «Verschiedenes» die Hauptstrasse sowie die geplante Mobilfunkantenne auf dem Schulhaus. Die Sicherheit für Fussgänger sei an verschiedenen Stellen auf der Hauptstrasse prekär, monierten mehrere Anwesende. Marcel Schuller informierte, dass bereits ein Verkehrsgutachten erstellt worden sei, welches im Juli mit dem Kanton besprochen werde.

Was die geplante Mobilfunkantenne betrifft, hätten sich einige Votanten von den Gemeindevertretern ein energischeres Einstehen gegen den Bau der Anlagen gewünscht. Die Gesuche sind zurzeit beim Kanton hängig und können anschliessend bei der Gemeindekanzlei eingesehen werden.