Beinwil am See

Lernen ist keine Frage von Alter oder Herkunft

Mittagskonzert im Garten des Chalets Elim mit der Gruppe Golasavadin.

Mittagskonzert im Garten des Chalets Elim mit der Gruppe Golasavadin.

Ein 24-stündiges Lernfestival bot vielfältige Einblicke. Tanzen, malen, diskutieren, Theater spielen, Musik oder Märchen lauschen: All dies und noch viel mehr konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lernfestivals erfahren und ausprobieren.

Die Kunsttherapeutin Heike Dahms hatte in ihrem Chalet Elim in Beinwil am See sowie im reformierten Kirchgemeindehaus in Reinach ein 24-stündiges Lernen organisiert.

Eingebettet war diese Veranstaltung in eine weltweite, von der Unesco getragene Kampagne, welche die Weiterbildung Personen jeden Alters und jeder Herkunft näher bringen will. «Es sollen niederschwellige Angebote sein», erklärte Heike Dahms. Ihr Chalet stand in der Zeit des Lernfestivals allen offen. «Es ist so unkompliziert hier, man fühlt sich gleich zu Hause», meinte Jolanda Widmer, die am Samstagmorgen die Veranstaltung besuchte.

Musik und Tänze am Abend

Mit Steinhauen begann das 24-Stunden-Festival am Freitagabend um 17 Uhr. Damit der Platz für alle Interessierten reichte, wurden einige Veranstaltungen des Freitagabends im reformierten Kirchgemeindehaus in Reinach durchgeführt. Dort konnten die Teilnehmenden in verschiedene Klangwelten eintauchen, Mantrasingen, Trommel-, Panflöten- oder Didgeridooklänge erleben. Beim Singen spiritueller Lieder mit der Singgruppe Thea Kölliker sangen auch die Zuschauer die einfachen Texte aus aller Welt mit und klatschen im Rhythmus.

Mit Musik Hemmungen ablegen

Das Panflötenensemble Panelodie zeigte die Vielfalt seines Instruments. Mit «Sounds of Silence», «Bolero» oder «s Träumli» unterhielten die Musikerinnen und Musiker das Publikum. «Es ist nie zu spät, etwas Neues zu lernen. Bei uns treten Anfänger und solche, die schon lange dabei sind, miteinander auf», meinte Daniel Schraner, Mitglied des Ensembles, der auch weitere Angebote des Lernfestivals nutzte. «Hier kann man die Hemmungen ablegen und sich wunderbar inspirieren lassen.»

Für viele ein neuartiges Erlebnis waren die Südseetänze von Fuata Herzogs Tanzgruppe. «Das ist nicht nur ein Tanz, wir erzählen mit unsern Handbewegungen Geschichten», erklärte die Leiterin.

Märchen in der Nacht

Bis um zwei Uhr in der Früh dauerten die Konzerte und Tanzveranstaltungen in Reinach. Danach erzählte Heike Dahms bis zum Morgengrauen in einem mit Kissen und Sofas gemütlich eingerichteten Zimmer in ihrem Chalet Märchen aus Tausend und einer Nacht

Stress und Burnout waren ab sieben Uhr das Thema. Beim Ärztefrühstück erfuhren die Diskussionsteilnehmer, wie man lernen kann zu agieren anstatt nur zu reagieren. Später setzten sich die Angebote im Garten des Chalets Elim fort. Morgenklänge, der Rhythmus der Sprache, Tanztherapie, Theater und QiGong rundeten das vielfältige Angebot des 24-stündigen Lernens ab.

«Die Veranstaltung war sehr anregend», fasste Heike Dahms den Tag zusammen. «Es haben viele verschiedene Leute mitgemacht, auch Kinder. Einige Teilnehmende sagten, sie hätten eigentlich nur eine Stunde kommen wollen und seien dann doch viel länger geblieben.»

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