Reinach
Lebenshilfe für Behinderte feiert 50-jähriges Bestehen

Die Stiftung Lebenshilfe, eine Institution für Menschen mit einer geistigen Behinderung, feierte ihren Geburtstag im Zelt des Circus Monti mit neuem Buch und Logo. Mitarbeiter, Kunden und viele Gäste genossen das Fest.

Peter Siegrist
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Festliche Atmosphäre im Zirkuszelt. Die Stiftung Lebenshilfe feiert 50 Jahre Jubiläum Bilder Peter Siegrist
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Zusammen mit Mitarbeiter, Klienten und zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde gefeiert
Reinacher Gemeindeammann Martin Heiz
Urs Hoffman bei seiner Ansprache
50-jähriges Jubiläum der Stiftung Lebenshilfe
 Valentin Reichenbach (rechts) bekommt das neue Buch überreicheit
Das neue Logo

Festliche Atmosphäre im Zirkuszelt. Die Stiftung Lebenshilfe feiert 50 Jahre Jubiläum Bilder Peter Siegrist

Aargauer Zeitung

Als Valentin Reichenbach und Lucia Fehlmann 1961 in Leimbach eine heilpädagogische Schule gründeten, starteten sie mit drei Kindern. Sechs Jahre später zog die Schule nach Reinach ins ehemalige Bürgerheim um, und die Stiftung Lebenshilfe wurde gegründet. «Heute ist die ‹Lebenshilfe› mitten im Dorf angekommen», sagte der Reinacher Gemeindeammann Martin Heiz gestern Mittwoch an der Jubiläumsfeier im Circus-Monti-Zelt, «und aus der Schule ist ein veritabler KMU-Betrieb und damit ein bedeutender Arbeitgeber geworden.» Als soziale Institution für Menschen mit einer geistigen Behinderung ist die Stiftung in den Bereichen Bildung, Arbeit und Wohnen für Jugendliche und Erwachsene tätig.

Geschäftsleiter Martin Spielmann durfte an der Feier zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und sozialen Institutionen begrüssen. So erwies auch Ständerätin Christine Egerszegi den Reinachern ihre Referenz.

Dank an regionale KMU-Betriebe

Landammann Urs Hofmann überbrachte die Gratulation der Aargauer Regierung und lobte die Institution. «Sie folgen mit ihrer Arbeit der gesellschaftlichen Verpflichtung für Integration und Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung», sagte Hofmann an die Adresse der Mitarbeitenden. Hofmann dankte den regionalen KMU-Betrieben, für ihre Bereitschaft, integrative Arbeitsplätze anzubieten. «Ihre Klienten sollen die Welt als eigenständige Menschen erleben und das Wesentliche entdecken.»

Martin Spielmann hiess ‹Lebenshilfe›-Gründer Valentin Reichenbach in der Arena willkommen und liess ihm das erste Exemplar des neuen Buches «Wir sind gleich. Und anders» überreichen.

Zur zirkusreifen Nummer wurde die Enthüllung des neuen Logos der Stiftung, schwebten doch die beiden Buchstaben «L und h» unter Applaus von der Kuppel des Chapiteaus herunter.

Klienten, Mitarbeiter und Gäste genossen gemeinsam das Mittagessen im Zelt und freuten sich an den Vorführungen der «Monti»-Artisten, die zwischen Hauptgang und Dessert für das grosse Staunen sorgten.