Die KWC AG nutzt ihr Betriebsgelände in Unterkulm nur noch partiell. Die neue Eigentümerin, die Franke Immobilien AG, will das Gelände von einer Industriezone in eine Zentrumszone umwandeln. Ein offenes Wohn- und Dienstleistungsquartier soll entstehen.

Noch bis zum 23. Dezember läuft das Mitwirkungsverfahren für die Teiländerung der kommunalen Nutzungsplanung «KWC-Areal». Das bedeutet, dass jedermann seine Ideen und Anliegen zu den Entwürfen schriftlich beim Gemeinderat einreichen kann. Einblick in die Planungsunterlagen kann man sich entweder bei der Gemeindekanzlei oder im Internet auf der Website der Gemeinde verschaffen.

Bis dato ist gemäss Gemeindeschreiber Beat Baumann aus der Bevölkerung erst eine Mitteilung eingegangen. Diese wird in der Folge an Bauherrschaft und Gemeinderat weitergeleitet. Zwar besteht keine Pflicht, im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens auf Anliegen einzugehen, eine Konsensfindung im Vorfeld des Einwendeverfahrens hilft aber zeit- und kostenintensive Rechtsmittelverfahren zu vermeiden.

Geschäft kommt an Sommergmeind

Gemeindeammann Roger Müller indes sieht keine schwarzen Wolken am Horizont. «Ich glaube, die Bevölkerung ist sich bewusst, welches Potenzial dieses Vorhaben für unsere Gemeinde hat.» Man habe im Vorfeld viel diskutiert, gut informiert und intensiv zusammen gearbeitet. «Wir können miteinander etwas bewegen.»

Bis die Bagger auffahren, dauert es aber noch eine Weile. Über die Teiländerung der Nutzungsplanung muss zu guter Letzt der Souverän befinden. Es ist geplant, das Geschäft an der Gemeindeversammlung vom 28. Mai 2015 zur Abstimmung zu bringen.

Parallel zum Mitwirkungsverfahren befinden sich die Planungsunterlagen derzeit beim Kanton zur Vorprüfung. Mit einem Entscheid wird Anfang 2015 gerechnet. Danach startet das Einwendungsverfahren: Während 30 Tagen liegen die überarbeitete Teiländerung der kommunalen Nutzungsplanung und der Vorprüfungsbericht noch einmal öffentlich auf.

Infoveranstaltung für Bevölkerung

Zu Beginn des Einwendungsverfahrens – voraussichtlich Mitte Februar – laden die Akteure die Bevölkerung zu einer Infoveranstaltung ein, bei der auch das Siegerprojekt von Husistein & Partner AG im Detail vorgestellt wird. Derzeit ist das Ingenieurbüro dabei, das Projekt weiter zu entwickeln und zu konkretisieren.

In der neuen Zentrumszone soll eine Mischnutzung aus Wohnen, wenig störendem Gewerbe und Verkaufsnutzungen möglich sein. Eine industrielle Produktion soll ausgeschlossen werden. Auch will man, entgegen früherer Absichten, auf die Ansiedlung eines Grossverteilers verzichten. Untersuchungen im Vorfeld haben ergeben, dass die Nachfrage dafür nicht gegeben ist.

Für die neue Zentrumszone muss ein Gestaltungsplan erstellt werden. Dieser hat unter anderem aufzuzeigen, wie der Anschluss an die bestehenden Verkehrsanlagen erfolgen soll und mit welchen Belastungen zu rechnen ist.