Gontenschwil
Kunstmalerin Ruth Wälchli bringt den Frühling in die Galerie

Ruth Wälchli aus Brittnau stellt in der Galerie Schlössli eigene Bilder und Werke aus dem Nachlass ihres Ehegatten Werner Wälchli (1922-2010) aus. Sie hatte nach dem Tod ihres Ehemannes den Pinsel vorübergehend beiseite gelegt.

Peter Siegrist
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Ruth Wälchli in der Galerie Schlössli, Gontenschwil

Ruth Wälchli in der Galerie Schlössli, Gontenschwil

Peter Siegrist

Kunstmalerin Ruth Wälchli sitzt vor ihren Bildern und erzählt. Unmittelbar nach dem Tod ihres Gatten, des Kunstmalers und Grafikers Werner Wälchli, da habe sie die Pinsel vorerst auf die Seite gelegt.

Aber dann suchte die heute 83-jährige, ebenfalls Grafikerin und Kunstmalerin wieder die Kontakte nach aussen. Und sie nahm die Pinsel wieder auf.

Viele der über 30 Bilder, die Ruth Wälchli jetzt ausstellt sind in den letzten zwei Jahren entstanden. Landschaften, Gartenszenen, Stillleben. Die Landschaften male sie heute nicht mehr vor Ort, verrät Ruth Wälchli.

Mit Farbstiften halte sie auf dem Skizzenblock Umrisse, Farben, Stimmung fest und setze es dann im Atelier um. Für Stillleben jedoch platziert sie die Requisiten bei sich zu Hause im richtigen Licht.

Nie im gleichen Raum

Das Malen gehöre zu ihrem Leben sagt Wälchli, während ihrer fast 60 Ehejahren hätten sie und ihr Mann immer gemalt. «Aber nie im gleichen Raum, sondern jeder für sich.» Sie hätten einander «besucht» und als erster Betrachter des anderen Werk kommentiert.

Oder «dreingeredet» wie Ruth Wälchli schmunzelt. Heute sei es für sie befreiend, künstlerisch tätig zu sein. Die Galeristin Anna Verena Hoffmann stellt in der Ausstellung fest, Wälchlis neue Bilder seien transparenter, heller und kräftiger geworden.

«Das mag sein», sagt Ruth Wälchli bescheiden, aber es ist nicht gewollt.»

Rund die Hälfte, der jetzt ausgestellten Bilder, stammen aus dem Nachlass von Werner Wälchli. Kann Ruth Wälchli denn diese Bilder überhaupt weggeben? «Bilder, die mit sehr persönlichen Erinnerungen verknüpft sind, habe ich aufgehängt», sagt sie.

Aber im Übrigen finde sie es viel schöner, wenn jemand ein Bild von Werner aufhänge und sich daran freue. «Das ist besser, als die zu stapeln, daher kann ich sie gut weggeben.» So freut sich die Malerin auf die Ausstellung und die persönlichen Kontakte mit den Besuchern.

Galerie Schlössli: 10. März – 24. März, jeweils sonntags, 14-17 Uhr. www.galerieschloessli.ch

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