Teufenthal

Kunst und Kultur in einer Ausstellung in der ehemaligen Kantine

Die Keramikerin Theresia Humbel mit einem Doppelwandgefäss. fotos: wpo

Die Keramikerin Theresia Humbel mit einem Doppelwandgefäss. fotos: wpo

Drei bildende Künstlerinnen und drei schreibende Künstler präsentierten am Sonntag im neuen Kulturhaus «Im Park» in Teufenthal hinter dem Bahnhof ihre Werke.

Vom Wohlfahrtshaus zum Jugendkulturhaus zum Kulturhaus «Im Park»: Theresia und Kurt Humbel waren nicht nur Gastgeber am ersten Kulturanlass im Haus hinter dem Bahnhof Teufenthal. Während er sein Buch vorstellte, zeigte sie Objekte und Bilder. Mit dabei waren je zwei weitere Schreibende und bildnerisch Gestaltende.

«Einmal im Jahr eine eigene Ausstellung» will Theresia Humbel im ehemaligen Wohlfahrtshaus der Injecta veranstalten.

Bilder, Keramik, Stein

Florale Motive prägen das bildnerische Schaffen von Theresia Humbel, vor allem in den Grossformaten: Teichblüten, Flieder, Goldblüten. Pflanzliche Formen und Strukturen kommen auch in ihren Gefässen, teils auf eigenwilligen Füssen stehend und doppelwandig, vor.

Margarete Zbinden aus Unterkulm zeigt kleinformatige Bilder, «Visualisierungen von Emotionen», wie Al’ Leu an der Vernissage sagte.

Steatit, Speckstein ist das Material der Exponate von Martina Leu. Auch sie arbeitet nicht nach Plan, sondern lässt sich vom gebrochenen Stein leiten. Seine Form inspiriert sie zu freien, harmonischen Formen jenseits jeglicher Symbolik.

Biografie und Fiktion

Verleger Al’ Leu präsentierte drei seiner Autoren. Kurt Humbel, der Hausherr sozusagen, hat ein Buch über den Zeitungsmann Theophil Maag, der während 56 Jahren den Gemeindeanzeiger der Stadt Opfikon herausgegeben und mitgeschrieben hat, verfasst. Das reich illustrierte Buch enthält pikante Anekdoten und zeigt Maag, der anwesend war, als Kämpfer für die Pressefreiheit.

Rolf Dorner, 1939 als Sohn eines in Kriegsgefangenschaft geratenen Vaters geboren, erzählt in seiner Autobiografie «In der Spur der Zeit» sein Leben. 1958 kam Dorner in die Schweiz, und die Tagebuchaufzeichnungen aus 54 Jahren bilden die Grundlage seiner Lebensgeschichte.

Fiktional, aber nahe am aktuellen Wirtschaftsleben kommt der Roman «Wahrheit beginnt mit einer Lüge» des 1964 im Aargau geborenen Lorenz Frey daher. Eine Bankergeschichte mit realsatirischem Touch. Da werden Begriffe wie «Neuorientierung» und «Krise als Chance» entlarvt, wenn Protagonist Paul Bütikofer sich überlegt, wie er es nach seiner Entlassung bei der Bank Zumthor anstellen soll, dass seine Frau nichts davon erfährt.

Die Ausstellung ist geöffnet an den Sonntagen 20. und 27. Oktober, von 14 bis 16 Uhr «Im Park», beim Bahnhof Teufenthal.

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