Rund um das Schulhaus der Kreisschule Leerau in Kirchleerau grünt es. Auf der Wiese nebenan grasen die Kühe, die Kinder spielen Fussball. Doch nicht nur die Umgebung grünt, auch die Ampeln nach der Durchführung der externen Schulevaluation stehen auf Grün.

«Das bedeutet, dass wir funktionsfähig sind, darauf können wir nun aufbauen», sagt Heinz Keller. Er ist seit letztem Sommer Schulleiter der Kreisschule Leerau.

Zum zweiten Mal grüne Ampeln

Die Fachhochschule Nordwestschweiz überprüft im Auftrag des Departementes Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau, periodisch alle Schulen mit einer obligatorischen Evaluation. Bewertet werden die Schulen anhand von grünen, orangen oder roten Ampeln.

Für die Kreisschule Leerau mit den Standorten Moosleerau und Kirchleerau ist es bereits das zweite Mal, dass sie beurteilt wurde. Vor vier Jahren konnte sie ebenfalls nur grüne Ampeln vorweisen. «Man darf jedoch diese grünen Ampeln nicht überbewerten», sagt Schulleiter Keller, «wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt immer Entwicklungsbedarf.»

Die Schule wurde in verschiedenen Bereichen unter die Lupe genommen. So wurden beispielsweise Stundenpläne oder Arbeitsverträge analysiert, das Schul- und Unterrichtsklima angeschaut oder der Kontakt mit den Eltern untersucht.

Ein Evaluationsteam besuchte die Schule während dreier Tage und führte Interviews durch. Alle 126 Kinder der Kreisschule nahmen zudem an einer Onlineumfrage teil.

Der Bericht zeige, dass die Schülerinnen und Schüler gerne die Kreisschule besuchen, dass die Eltern Vertrauen in die Schule haben und dass sich alle Beteiligten mit der Schule identifizieren. Positiv gewertet wurde auch die Zusammenarbeit mit den Schulen aus den umliegenden Gemeinden.

Mit Reitnau und Staffelbach arbeitet die Kreisschule in Unterrichtsteams zusammen, in denen Lehrer ein Thema bearbeiten und ihre Erfahrungen austauschen. Und dies soll auch künftig weitergeführt werden, denn Keller wird ab Sommer auch Schulleiter der Primarschule Staffelbach sein. «Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Synergien optimal genutzt werden können», sagt er.

Als Fokusthema wählte die Schule die Integrative Schulung, die zum Ziel hat, Kinder mit Lernschwierigkeiten in der Regelklasse zu unterrichten. Denn seit 2010 wird dies auch in der Kreisschule angeboten.

«Die Schule zeichnet sich durch eine sicht- und spürbar gelebte Kultur in der Integrativen Schulung aus», sagt Keller. Die Auswertung habe gezeigt, dass die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler als selbstverständlich gilt und der Unterricht dementsprechend aufgebaut wird. Zudem bilde die individuelle Lernbegleitung einen festen Bestandteil.

Neue Ziele definieren

Die Kreisschule will jedoch nicht stehen bleiben und will nun die strategischen und operativen Ziele neu definieren. «Es müssen Ziele sein, die eins zu eins umgesetzt werden können», sagt Keller.

Zudem sollen wichtige Papiere und Unterlagen überarbeitet werden, um damit eine klare Struktur zu schaffen. Die Massnahmen werden im November dem Inspektorat, das vom BKS eingesetzt wird, vorgelegt werden.