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Kreisel-Baustelle hält Reinacher in Atem

Auto um Auto zwängt sich zwischen den engen Baustellenabschrankungen durch. Fussgänger sehen sich irritiert nach dem nächsten Zebrastreifen um und Kunden der Valiant Bank haben nur noch einen schmalen Pfad, der zu sie zur Filiale bringt.

Larissa Hunziker
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Therese Dössegger (61), Birrwil, Wyna Mode GmbH «Es ist fraglich, ob hier ein Kreisel wirklich nötig ist. Ich denke, die Hochhauskreuzung wäre dringender gewesen. Ich freue mich auf die Fertigstellung.
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Ruth Mettler (73), Reinach, Pensioniert «Für mich als Fussgängerin ist es ein Durchquälen, da ich nicht mehr so gut sehe. Die Wege sind immer wieder anders, ich bin froh, wenn alles fertig ist.»
Thomas Schärer (55), Reinach, Haushaltsgeschäft Schärer «Die Beschilderung für Fussgänger ist ungenügend. Der Kreisel wird für eine Verkehrsberuhigung sorgen, da die Fahrzeuge abbremsen müssen.»
Ursula Läubli (72), Reinach, pensioniert «Dank der Baustelle bleibe ich geistig beweglich! Es ist halt immer ein Umgewöhnen. Fraglich ist, ob es wirklich zwei Kreisel nacheinander braucht.»
Monica Lüthy (55), Reinach, Reformladen Bio-Balance «Ich finde, man kommt gut überall hin, eine Baustelle ist halt immer mühsam. Der Kreisel ist gut, da der Verkehr immer weiter zunehmen wird.»
«Wie kommen Sie mit der Baustelle und dem Kreisel zurecht?»
«Ich würde mein Kind noch nicht alleine durch die Umleitungen schicken. Gerade für Auswärtige ist das Durchkommen schwierig.» «Ich muss jeweils um acht Uhr durch die Baustelle, da ist es noch ruhig. Ich denke nicht, dass der Kreisel die Verkehrssituation verbessern wird.»
Daniel Gritti (57), Reinach, Gritti Sport GmbH «Dank der momentanen Verkehrsführung ist jeder gezwungen, an meinem Laden vorbeizufahren. Ich habe deshalb schon neue Kunden gewonnen.»

Therese Dössegger (61), Birrwil, Wyna Mode GmbH «Es ist fraglich, ob hier ein Kreisel wirklich nötig ist. Ich denke, die Hochhauskreuzung wäre dringender gewesen. Ich freue mich auf die Fertigstellung.

Larissa Hunziker

Ohne Zweifel, das Gebiet rund um das Gemeindehaus in Reinach ist nach wie vor eine Grossbaustelle. Anfang September 2016 starteten die Bauarbeiten zum Umbau der Lindenplatzkreuzung in einen Kreisel. In den bald zwölf Monaten, die seither vergingen, wurde das Ortsbild rund um den Bärenmarkt-Coop und den Bahnhof gewaltig umgekrempelt. Sowohl Reinacher als auch Auswärtige mussten sich mehrmals an neue Verkehrsführungen und Signalisationen gewöhnen. Mittlerweile ist der Kreisel provisorisch in Betrieb, doch das Durchkommen ist noch immer eine Herausforderung. Eine Besserung ist vorerst nicht in Sicht. Der Abschluss der Bauarbeiten ist auf Ende Februar 2018 geplant, doch sie sind bereits sechs Wochen in Verzug.