Menziken

Kredit beantragt: «Hallenbad-Sanierung ist unumgänglich»

Seither wurden etwa 3,8 Millionen Franken investiert, zum Beispiel in die Sanierung des Daches und der Fassade und in den Ausbau der Sauna. In einzelnen Bereichen wurde aber seit dem Bau des Bades nichts mehr gemacht.

Das Hallenbad Menziken wurde 1971 eröffnet.

Seither wurden etwa 3,8 Millionen Franken investiert, zum Beispiel in die Sanierung des Daches und der Fassade und in den Ausbau der Sauna. In einzelnen Bereichen wurde aber seit dem Bau des Bades nichts mehr gemacht.

Die Gemeinde Menziken muss dringend ihr Hallenbad sanieren. Dafür beantragt der Gemeinderat bei den Stimmbürgern einen Projektierungskredit von 97 500 Franken. Am Montagabend wurden die Ortsparteien über das Traktandum informiert.

«Fragen sind nur vereinzelt aufgetreten», sagt Gemeinderat und Ressortvorsteher Hans Heinrich Leuzinger (SVP). Er gehe aber davon aus, dass die Hallenbadsanierung an der Gemeindeversammlung noch ausführlicher diskutiert werde.

Mit dem Kredit soll ein bestehendes Vorprojekt detailliert ausgearbeitet werden, das als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorging: das Projekt «Badewelt AT» der Energie- und Haustechnik Weber AG aus Watt.

Projekt besteht aus zwei Teilen

Es besteht im Grundsatz aus zwei Teilen: aus der Sanierung und Optimierung des bestehenden Hallenbades (Baukosten etwa 2 Millionen Franken) sowie aus einem möglichen Ausbau der Badeanlage für weitere 2 Millionen. Saniert werden müssen neben Becken und der Umrandung primär die Nasszellen und die Umkleideräume. «Die Sanierung ist unumgänglich», betont Hans Heinrich Leuzinger. In Teilen des Bades sei seit dem Bau Anfang der 1970er-Jahre nichts mehr gemacht worden. «Dauernd ist etwas kaputt. Wenn wir die Sanierung nicht machen, müssten wir das Bad schliessen», so der Gemeinderat.

Mit Optimierungen, zum Beispiel bei den Garderoben, soll das Beste aus der bestehenden Anlage herausgeholt werden. Geplant ist auch eine Änderung im Eingangsbereich: Dort sollen Ticketautomaten und Drehkreuze installiert werden.

Im Untergeschoss des Bades ist als Optimierung eine Mantelnutzung angedacht. Was das sein könnte, darüber habe man sich noch kaum Gedanken gemacht, sagt Leuzinger. «Früher stand mal ein Fitnesscenter zur Diskussion. Aber heute kommt das nicht mehr infrage, der Bedarf in Menziken ist gedeckt.» Mit diesen Sanierungs- und Optimierungsmassnahmen soll das Bad für die nächsten 25 Jahre betriebstauglich gemacht werden.

Braucht es einen Ausbau?

Im Detailprojekt soll auch eine mögliche Erweiterung des Bades ausgearbeitet werden. «Es handelt sich um ein Planschbecken und eine Rutschbahn», sagt Leuzinger. Damit soll das Bad für Familien attraktiver werden und die bestehenden Becken entlasten. «Die Stimmbürger werden zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden können, ob sie nur eine Sanierung oder auch eine Erweiterung wünschen», sagt Leuzinger. Falls die Menziker dem Projektierungskredit zustimmen, werden sie frühestens an der Wintergmeind 2016 auch über den Baukredit für die Sanierungs- und Optimierungsarbeiten befinden – mit oder ohne Erweiterungsbauten. «Die Bauarbeiten würden dann wohl 2017 starten», so Leuzinger. Geplant ist, die Arbeiten im Sommer durchzuführen, damit die Badegäste auf das Freibad ausweichen können.

Die Gmeind hatte bereits im November 2008 einen Planungskredit «Sanierung Badi» bewilligt. Etwa die Hälfte der 160 000 Franken wurde für die bisherige Planung und den Architekturwettbewerb ausgegeben. Dieser Kredit wird laut Gemeinderat abgeschlossen und der Gemeindeversammlung im Juni 2016 mit einer Kreditunterschreitung von rund 80 000 Franken als Kreditabrechnung zur Genehmigung vorgelegt.

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