Nach der Generalversammlung des Spitalvereins Wynen- und Seetal im Asana-Spital Menziken gabs etwas zum Schmunzeln. Aber nicht nur. Katja Schlegel und Ruedi Weber, die eine Spitalchronik geschrieben haben, erzählten von den Anfängen des Spitals. Einiges, das der Gründer Jakob Irmiger vor 115 Jahren angerissen hat, ist 2017 noch aktuell.

«Kranke brauchen die Familie, um gesund zu werden», hat Irmiger seinerzeit gesagt und damit die Bedeutung der Landspitäler herausgestrichen. Der Slogan der Asana-Gruppe fasst die gleiche Botschaft zusammen, präsent auf Geschäftsbericht und Eingangstür: «Mir läbed Nöchi.» 1912 hat Irmiger den Aargauischen Bezirksspitälerverband gegründet.

Gegen Zentralisierung

Und heute? Die Aargauer Regionalspitäler Fricktal, Muri und Asana-Gruppe haben «gegen die Zentralisierungstendenzen im Gesundheitswesen» (Vereinsvize Thomas Staub) eine Gemeinschaft gegründet mit dem Namen «Nähe schafft Gesundheit – Ihr Spital in der Region». Staub relativierte, nicht überall müsse alles angeboten werden. Nicht überall müsse rund um die Uhr operiert werden können. «Es gilt, Kooperationsmodelle zu entwickeln», sagte er, «bewährte dezentrale Strukturen sind zu stärken und zu fördern.» Er verwies auch darauf, dass die Fallpauschalen in Menziken niedriger seien als in Aarau.

Ursula Gnädinger, Geschäftsleiterin der Falkenstein Asana AG, kann auf eine Auslastung der Altersresidenz von über 98 Prozent zurückblicken. Sie wies auf die Altersstruktur hin: «Das Durchschnittsalter beträgt 87 Jahre; die jüngste Bewohnerin ist 63, die älteste 97 Jahre alt.» Auch in der Tagesstätte betrage die Altersspanne eine ganze Generation: 65 bis 95 Jahre. Neu wird die Tagesstätte, bisher in der Villa Herzog untergebracht, in den Erweiterungsbau integriert. In die freie Villa Herzog zieht, so Ursula Gnädinger, die Spitex Menziken-Burg ein.

Ein Thema war der Erweiterungsbau. Am 28. August kann er besichtigt werden. Gnädinger betonte die Wichtigkeit der beiden Demenz-Wohngruppen für je acht Personen mit einem geschlossenen Erlebnisgarten auf 600 Quadratmetern Fläche. Sämi Wiederkehr, Präsident der Baukommission, ist guter Dinge, dass das Ziel, den Baukredit von 18,7 Millionen Franken einzuhalten, erreicht werden kann. Am 24. Oktober soll der Neubau dem Betrieb übergeben werden.