Derzeit wird das Kirchengebäude in Kölliken saniert und an neue Bedürfnisse angepasst. Werner Ryter ist Kirchenpfleger und Leiter Bau und Infrastruktur des Pastoralkreises Aarau: «Kirchen, welche die ganze Woche durch beheizt werden, schlecht isolierte Kirchgemeinde- und Pfarrhäuser machen diese Gebäude zu Energie-Grossverbrauchern». Sie bergen deshalb ein beträchtliches Sparpotenzial. Nur: Gleichzeitig übersteigen die finanziellen Aufwendungen dafür oft die Möglichkeiten einer Kirchgemeinde.

Handlungsbedarf erkannt

Den Handlungsbedarf habe die römisch-katholische Landeskirche bereits vor Jahren erkannt. «Mit einem Ökofonds soll grundsätzlich ein Anreizsystem geschaffen werden, um den Energieverbrauch zu senken und die erneuerbaren Energien zu fördern», sagt Ryter. Mit der Schaffung eines Ökofonds habe die Synode der Landeskirche 2010 ein klares Zeichen für die Verantwortung im Umgang mit der Schöpfung und der Umwelt gesetzt. «Seither werden die Kirchgemeinden bei der Planung wie auch bei baulichen Massnahmen im energetischen Bereich finanziell unterstützt.»

Geäufnet worden ist der Fonds aus einem einmaligen Gewinnvortrag der Rechnung 2008 in der Höhe von 500 000 Franken. Dieser Betrag wurde 2009 um dieselbe Summe aufgestockt. «Seit Juli 2010 können die Kirchgemeinden ihre Gesuche um Unterstützung bei der Landeskirche einreichen. Auch die Sanierung und Erneuerung der Kirche Mutter Gottes in Kölliken profitiere von Fördergeldern des Ökofonds. Diese wird derzeit umfassend modernisiert.

«Die Voraussetzungen für eine Grundwasserpumpe waren nicht gegeben», sagt Ryter. Zudem wurde eine Bodenheizung anstelle der elektrischen Bankheizung installiert. Das gesamte Kirchengebäude ist nun wärmegedämmt und eine Solaranlage auf dem Süddach macht die Kirche zum kleinen Kraftwerk. Die Kreiskirchgemeinde investierte insgesamt 450 000 Franken in energetische Massnahmen und erhalte von der Landeskirche 50 000 Franken an Förderbeiträgen.