Vor zwei Jahren haben sich die Stimmbürger von Muhen vorbildlich verhalten und gleichzeitig mit dem 23-Millionen-Kredit für die neuen Schulanlagen eine Steuererhöhung von 110 auf 115 Prozent genehmigt. Vor zweieinhalb Wochen taten sie das nicht. Bei einer vergleichsweise hohen Stimmbeteiligung von 16 Prozent genehmigten sie zwar 3,9 Millionen Franken für die Vergrösserung und Erneuerung des Fussballplatzes. An der gleichen Versammlung lehnten sie eine Steuererhöhung von jetzt 112 auf 117 Prozent ab (auch ein Kompromissvorschlag mit 115 Prozent hatte keine Chance).

Das stört ein Komitee um Irene und Urs Fäh, wie «Der Landanzeiger» berichtet. Sie haben bereits gegen 200 Unterschriften gesammelt. Nötig sind aber 540. Und die Zeit drängt: Das Referendum gegen den Fussballplatz-Kredit muss noch vor Jahresende eingereicht werden. Es gehe ihnen nicht um den Sport, bestätigt Irene Fäh, sondern um die Verschuldung. Und um den Kunstrasen, der in unmittelbarer Nähe der Suhre gebaut werden solle. Das sei nicht umweltfreundlich, was insbesondere von vielen Frauen, mit denen sie gesprochen hätten, kritisiert werde. (uhg)