Kölliken
Kölliken muss jetzt über die Bücher

In der Gemeinde liegt einiges im Argen. Beim zweiten Wahlgang am 24. November muss eine Behörde gefunden werden, die sich behaupten kann. Kommentar von Christine Fürst.

Christine Fürst
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Der Dorfplatz in Kölliken (Archiv)

Der Dorfplatz in Kölliken (Archiv)

AZ

Die Kölliker Einwohner wissen es: In der Gemeinde läuft einiges schief. Es wird um Geschäfte gestritten, welche die Gemeindeversammlung angenommen hat. Entscheide werden infrage gestellt – aufgrund beweisbarer Unstimmigkeiten oder auch subjektiver Meinungen. So wurden Geschäfte wie die Schulhausplanung, das Fama-Gebäude oder der Dorfkern gleich mehrmals behandelt.

Das Komitee Pro Kölliken machte es sich zur Aufgabe, dem Gemeinderat genauer auf die Finger zu schauen – und machte sich dabei auch Feinde. Die zwei Kandidaten von Pro Kölliken mussten bei den Gemeinderatswahlen tief tauchen. Offenbar hat das Komitee keinen Rückhalt aus der Bevölkerung.

Darauf deutet auch hin, dass offenbar viele Stimmbürger die Stimmzettel mit Namen von Kölliker Bürgern ausgefüllt haben, um so das absolute Mehr zu erhöhen und den Weg in den Gemeinderat zu erschweren. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Kölliken jetzt nur zwei gewählte Gemeinderäte und weder Ammann noch Vizeammann hat. Die Gemeinde hat noch bis zum 24. November Zeit, über die Bücher zu gehen. Dann findet der zweite Wahlgang statt. Es muss eine Behörde gefunden werden, die sich behaupten und zusammenarbeiten kann. Sie muss die nötige Ruhe in die Gemeinde bringen und mehrheitsfähige Lösungen erarbeiten können. Damit einem Neuanfang endlich nichts mehr im Wege steht.

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