Die Jahresrechnung 2012 der Einwohnergemeinde Kölliken weist inklusive der Eigenwirtschaftsbetriebe einen Umsatz von 17,3 Millionen Franken aus. Dank Mehreinnahmen beträgt der Ertragsüberschuss 1,68 Millionen Franken. Damit verbessert sich die Ausgangslage für die im Finanzplan vorgesehenen Investitionen.

Das positive Ergebnis 2012 ergibt sich aus tieferen Ausgaben von rund 400 000 Franken. Insgesamt liegt der Nettoaufwand im Vergleich zum Budget um sieben Prozent tiefer. Die Beiträge an die kantonalen Spitäler sowie an die Pflegefinanzierung fielen mit 200 000 Franken tiefer aus als budgetiert. Mehrausgaben ergeben sich hingegen bei den Beiträgen an die Berufsbildung von plus 46 000 Franken gegenüber dem Budget. Die Ausgaben für die Materielle Hilfe liegen im Rahmen des Vorjahres sowie des Budgets.

Neben dem tieferen Nettoaufwand haben auch die Steuererträge massgeblich zum guten Rechnungsabschluss der Gemeinde beigetragen. Über alle Steuerarten wurden rund 1,38 Millionen Franken mehr in Rechnung gestellt als budgetiert. Vor allem der Ertrag bei den einmaligen Sondersteuern fiel deutlich höher. So stiegen die Grundstückgewinnsteuern um 256 000 Franken an, die Nach- und Strafsteuern um 163 000 Franken. Bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern ergab sich ein Plus von 20 000 Franken. Die Einkommens- und Vermögenssteuern stiegen gegenüber dem Budget um 680 000 Franken an.

Bei einem Steuerfuss von 117 Prozent konnten somit im vergangenen Jahr 9,13 Millionen Franken an Einkommens- und Vermögenssteuern in Rechnung gestellt werden. Die Steuerkraft der rund 2500 steuerpflichtigen Personen ist um fast 50 Franken auf 2006 Franken pro Einwohner gestiegen. «Die steigende Steuerkraft bildet eine positive Basis für die Zukunft», hält der Gemeinderat fest.

Im Jahr 2012 wurde durch eine Sonderregelung für die Jahre 2011 und 2012 ein Finanzausgleich von 414 000 Franken ausbezahlt. Ab 2013 ergeben sich, aufgrund der hohen Steuereinnahmen keine Beiträge mehr.

Die Nettoinvestitionen im Jahr 2012 betrugen 546 000 Franken. Vorgesehen war ein Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Franken (exkl. Eigenwirtschaftsbetriebe). Dieses wurde aber nicht ausgeschöpft, weil sich verschiedene Projekte verzögerten. Bei einer Eigenfinanzierungsquote von 2,1 Millionen Franken resultiert deshalb ein Finanzierungsüberschuss von 1,6 Millionen Franken. Um diesen Betrag verringert sich die Nettoschuld.

Das Fremdkapital beträgt 17 Millionen Franken, davon sind 13 Millionen als langfristige Darlehen gebunden. Die Nettoschuld der Einwohnergemeinde (Fremdkapital abzüglich Finanzvermögen) ergibt per Ende 2012 ein Nettovermögen von rund 1,55 Millionen Franken. Im Jahr davor wies die Gemeinde noch eine Nettoschuld von 35 000 Franken aus. Durch den Ertragsüberschuss erhöht sich das Eigenkapital auf 2,78 Millionen Franken.

Die Eigenwirtschaftsbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung schliessen mit einem Ertragsüberschuss von 54 000 beziehungsweise 234 000 Franken. Die Schulden der Eigenwirtschaftsbetriebe bei der Einwohnergemeinde belaufen sich per Ende Jahr auf 1,75 Millionen Franken (Wasserversorgung) beziehungsweise auf 1,15 Millionen Franken (Abwasserbeseitigung).

Sämtliche Ausgaben für die Abfallentsorgung Köllikens wurden erstmals vollumfänglich durch die Gebühren finanziert. Es wurde zusätzlich ein Gewinn von 50 000 Franken erwirtschaftet.