Kölliken

Kölliken hat drei neue Gemeinderäte

Die neuen Kölliker Gemeinderäte: Roland Frei, Christoph Müller und Mario Schegner

Die neuen Kölliker Gemeinderäte: Roland Frei, Christoph Müller und Mario Schegner

Im zweiten Anlauf hat es nun geklappt. Mit Mario Schegner, Christoph Müller und Roland Frei ist der Gemeinderat komplett. Aus dem Rennen ausgeschieden ist der EVP-Kandidat Walter Maurer.

Walter Maurer (EVP) war der eigentliche Favorit für die gestrigen Gemeinderatswahlen. Denn er war nach dem ersten Wahlgang der Beste unter den Nicht-Gewählten, 12 Stimmen vor Roland Frei.

«Ich habe unter diesen Umständen schon ein wenig damit gerechnet, dass ich im zweiten Wahlgang gewählt werde», sagte Walter Maurer nach Bekanntgabe der Resultate. Doch nun ist alles anderes gekommen: Walter Maurer wurde nicht gewählt, und das deutlich. Er liegt mit 425 Stimmen rund 300 Stimmen hinter dem nun gewählten Roland Frei.

Er akzeptiere diesen Entscheid, sagt Maurer. Doch er sei schon sehr erstaunt gewesen, dass das Resultat so klar ausgefallen war. «Offenbar war mein Stil nicht gefragt. Vielleicht war einigen Einwohnern meine Einstellung zum biologischen Bauern ein wenig zu extrem», sagt der Landwirt, der sich für die biologische Produktion engagiert und Delegierter von Bio-Suisse (Organisation für ökologischen Landbau) war. Er habe es nun einmal versucht, als Gemeinderat zu kandidieren, doch: «Ich nehme es wie, es kommt, und bei mir geht jetzt alles weiter wie bisher.»

Übernimmt Müller die Finanzen?

Walter Maurer wurde von Christoph Müller (FDP), Mario Schegner (parteilos) und Roland Frei (FDP) überholt. Sie stossen zu den bisherigen Gemeinderäten Alfred Gut (FDP, neu Ammann) und Steven Schneider (SP, neu Vizeammann).

Am besten schnitt Christoph Müller ab, er bekam 780 Stimmen. «Ich freue mich auf das Amt», sagt er. Mit dieser Wahl ist aber gleichzeitig sein Rücktritt als Präsident der Finanzkommission verbunden. Im Februar wird deshalb ein neues Mitglied gewählt. Für ihn ist es klar, dass die finanzielle Situation der Gemeinde und deren tiefe Selbstfinanzierung so schnell wie möglich angepackt werden soll. «Ich gehe davon aus, dass ich mich um diese Angelegenheit kümmern werde», sagt Müller. Denn er ist beruflich unter anderem tätig als Finanzplaner und mit den Finanzen von Kölliken bestens vertraut.

Mario Schegner (parteilos) bekam 743 Stimmen. «Dass ich als Zweitbester abgeschnitten habe, hat mich überrascht und gefreut.» Ein Wunschressort hat er nicht. Schegner ist der Meinung, dass diese nach den Fähigkeiten der Gemeinderäte verteilt werden sollen, sodass die Gemeinde am besten davon profitieren kann.

Mit 732 Stimmen zieht auch Roland Frei (FDP) in den Gemeinderat ein. «Ich freue sich auf die neuen Herausforderungen», sagt er. Wenn er wünsche könnte, würde er sich gerne im Bereich des Sozialen oder Kulturellen für Kölliken betätigen. In seiner früheren Wohngemeinde im Tösstal sass er bereits in der Sozialbehörde.

Von den 2858 Stimmberechtigten gingen 1451 gültige Stimmrechtsausweise ein. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,43 Prozent. 486 leere Stimmzettel wurden eingeworfen.

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