Kleine haben Grosses vor

Mindestens einen zusätzlichen Nationalratssitz will sich die EVP im Wahlherbst holen und wieder mit drei Nationalräten (oder mehr) im Parlament vertreten sein. Einer, der infrage käme – obschon er wohl nicht zuoberst auf der EVP-Liste stehen wird – ist der Schöftler Grossrat Uriel Seibert. Mit seinen 27 Jahren ist er ein Vertreter der jungen Nachwuchskräfte der Partei, zu deren Wählern viele Junge gehören. Als solcher wurde er vom Radio SRF kürzlich porträtiert. Seibert entstammt einer religiösen Ruedertaler Familie und ist Mitglied einer Freikirche, teilt aber nicht alle konservativen Ansichten, wie sie in evangelikalen Kreisen (und auch der EVP) verbreitet sind. «Auch Kleine können Grosses leisten», betonte Sekundarlehrer Seibert im Interview und sprach die Erfolge seiner Partei auf Bundesebene an, wie die Abschaffung der Gewissensprüfung für Zivildienstleistende. «Es ist manchmal nicht entscheidend, wie gross die Partei ist, die die Idee hat, denn gute Ideen kommen durch.» Ob es also dereinst doch einen Nationalrat Seibert geben wird? Wenn nicht 2019, dann vielleicht 2023.

Der Schnägge-Alptraum

Die Schnägge Schränzer sind in den Startlöchern. Am Samstag steigt ihr Schnäggeball mit Thema «Alptraum» im Reinacher Saalbau. «Das Thema steht nicht für den Alptraum im gruseligen Sinn, sondern für Alpen, Schweiz und Edelweiss», sagt Jessica Hediger von den Schnägge Schränzer. Einlass ist ab 19 Uhr, zeitgleich startet draussen vor dem Central-Schulhaus das Monsterkonzert. Die beiden DJs T-Grant & Sam Louis sind die einzigen Vertreter der elektronischen Musik, vor allem aber schmettern die geladenen Guggen ihre Hits im Saalbau. Ausser den Zetzwiler Moräneschränzer treten die Beromüügger Möister und die Sumpfer Stilzli Chälleramt auf. Punkt Mitternacht geben sich die Gastgeber selbst die Ehre – wie üblich, zum ersten Mal im diesjährigen Fasnachtskostüm.

Die letzten «Eichholzer»

Fast 60 Bilder sind verkauft, viele andere schlummern noch im Keller. An zwei Wochenendtagen konnten Bewunderer des 2018 verstorbenen Kölliker Malers Heini Eichholzer ein Werk des Künstlers erstehen. Er war ein eifriger Maler, verbrachte jede freie Minute im Atelier. Entsprechend viele Bilder befinden sich trotz erfolgreichen Ausstellungen im Lager. Seine Witwe Erika Eichholzer öffnete Mitte Februar die Türen ihres Hauses und machte es vorübergehend zur Galerie. Das grosse Haus wird bald verkauft, die Bilder, die nun noch dort lagern, suchen jetzt das eine oder andere freie Plätzchen an Wänden. Wie können diese gefunden werden? Erika Eichholzer überlegt derzeit, die Bilder an Spitäler und Altersheime abzugeben.