Holziken

Kindergartenprojekt gescheitert - Chance für einen Neuanfang

So sieht der kooperative Kindergarten heute aus.

So sieht der kooperative Kindergarten heute aus.

Der Gemeinderat war gezwungen, das Kindergartenprojekt neu zu überdenken. An dessen Stelle wird nun ein Gesamtschulraumkonzept erarbeitet - an der Gemeindeversammlung informierte der Gemeinderat.

Zurück auf Feld eins. Genau das hiess es vor einigen Wochen für das Kindergartenprojekt in Holziken, der Vertrag mit der Stiftung Schürmatt ist nicht zustande gekommen. Doch nun geht es nicht mehr nur noch um den Kindergarten. Man habe sich laut Lukas Treier, Vizeammann von Holziken, folgende Frage gestellt: «Ist es ein grosser Verlust oder eine neue Chance?»

Denn viele Überlegungen und Planungsarbeiten könnten vielleicht wieder gebraucht werden. «Wir sehen es als Chance für die Gemeinde und für die Schule», sagte Treier. Man habe sich deshalb entschieden, ein neues Projekt zu starten, welches der gesamten Schulraumproblematik Rechnung trägt. Ziel ist es, Schulraum für die nächsten 20 Jahre sicherzustellen.

Eine kleine Gruppe hat nun bereits begonnen, die Situation zu analysieren. Bis Ende Jahr sollen mögliche Szenarien ausgewählt werden, erklärte Gemeinderat Claude Georges an der Gmeind. An der Sommergmeind 2015 soll ein Planungskredit unterbreitet werden, bis im November desselben Jahres wird das Projekt geplant. Ziel ist es, bis spätestens im Februar 2016 den Kredit beschliessen zu können. Wenn alles nach Plan laufe, wäre das neue Projekt im Sommer 2018 realisiert und bezugsbereit. «Ziel wäre es, dass der Steuerfuss gehalten werden kann», sagte Georges zum Schluss.

Projekt hatte schwierigen Start

Im Februar dieses Jahres wurde der neue Kindergarten erstmals vorgestellt, 3,2 Millionen sollte er kosten. Im März hätte an einer ausserordentlichen Gmeind darüber abgestimmt werden sollen. Doch der Gemeinderat beantragte die Rückweisung des Projekts, weil er Sparpotenzial geortet hatte. Abgespeckte Versionen wurden ausgearbeitet. Dann meldete der Holziker Gemeinderat vor einigen Wochen, dass sich nach dem abgeschlossenen Planungsverfahren für einen neuen dreiteiligen Kindergarten zusammen mit der Stiftung Schürmatt eine unerwartete Änderung ergeben habe. «Die Schürmatt kann den seit Beginn des Projekts vorgesehenen verbindlichen 15-jährigen Mietvertrag für einen Drittel des neuen Kindergartengebäudes nicht unterzeichnen, weil das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) als kantonaler Mitfinanzierer sich derzeit nicht festlegen möchte», hiess es (az vom 2.10.).

Ammann Peter Lüscher konnte an der Gmeind jedoch eine positive Meldung verkünden: «Wir haben den Bericht von der Schürmatt bekommen, darin steht, dass sie sich mit einem Drittel an den projektbezogenen Planungskosten beteiligt.» Noch könne der Schulbetrieb bis sicher im Sommer 2016 sichergestellt werden. «Alle wollen, dass die Schulzusammenarbeit weiter besteht», sagte Lukas Treier an der Gmeind. (cfü)

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