Teufenthal
Kick für den «Herberge»-Kreisel – 10 Millionen Franken wird er kosten

Der Souverän stimmt am Freitag über Anträge in Höhe von 1,73 Millionen ab.

Kelly Spielmann
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Der Herbergekreisel, das neue Herzstück Teufenthals, kostet die Gemeinde 2,127 von insgesamt 8,15 Millionen Franken.

Der Herbergekreisel, das neue Herzstück Teufenthals, kostet die Gemeinde 2,127 von insgesamt 8,15 Millionen Franken.

AZ

Schon im Januar oder Februar des nächsten Jahres wird der Bau des neuen «Herberge»-Kreisels in Teufenthal beginnen, im Sommer 2020 soll er fertig sein. Die Strasse ist während der gesamten Bauarbeiten zweispurig befahrbar. Das neue Herzstück Teufenthals kostet die Gemeinde 2,127 von insgesamt 8,15 Millionen Franken. Der Rest wird von AAR bus+bahn sowie dem Kanton übernommen. Mit dem Projekt entsteht aber nicht nur ein neuer Kreisel: Es gibt neue Werkleitungen, eine Bushaltestelle und einen Veloabstellplatz. Dafür muss der Souverän an der Gemeindeversammlung vom Freitag drei Verpflichtungskredite über insgesamt 1,73 Millionen Franken bewilligen.

Einerseits will der Gemeinderat ein «Ja» zum Kredit über 813'000 Franken für die Werkleitungssanierung der Kanalisation im Bereich des Kreisels sowie den Umbau der Hochwasserentlastungen. Die Abwasserkanäle des Dorfbachs müssen aufgrund ihres Zustands saniert werden. Nach der Fertigstellung des «Herberge»-Kreisels wären Leitungssanierungen oder ein Neubau der Kanalisationsleitung laut Gemeinderat mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.

Sanierungen sind notwendig

Doch nicht nur die Leitungen für die Kanalisation, sondern auch die Werkleitungen für Wasser, Strom und TV/Antennen sollen im Bereich des «Herberge»-Kreisels ersetzt werden. Die Sanierung der zwischen 1950 und 1970 erstellten Wasserleitungen soll 213'000 Franken kosten. Für eine neue Strombeleuchtungsanlage braucht die Gemeinde 34'196 Franken und die TV- und Antennenkabel kosten 54'662 Franken und 50 Rappen. Die Gmeind stimmt in diesem Traktandum somit über einen Kredit von 647'000 Franken ab.

Als letztes Traktandum rund um die Kreiselthematik werden die Anwesenden über den Kredit für ein neues Buswartehäuschen und die Umgebungsgestaltung abstimmen. Für 270'000 Franken soll eine Mauer als Abgrenzung zur Garage Kohler, eine Haltestelle und ein Veloabstellplatz errichtet werden. Inbegriffen ist auch die Pflästerung der Haltestelle sowie der Landerwerb und die Planung.

Der Kreisel hat einen schwierigen Weg hinter sich: Bereits 2004 und 2008 sollte er gebaut werden, jedoch wurde das Vorhaben damals abgelehnt. 2016 lag das Projekt erneut auf, eine Mitsprache war allerdings nur noch für direkt Betroffene möglich. Beim dritten Anlauf wurden die Kosten für die Gemeinde stark gesenkt.

Tritt Teufenthal «aargauSüd» bei?

Der Souverän stimmt am Freitag neben den Kreiselgeschäften aber auch über andere Traktanden ab. Die Genehmigung des Protokolls der letzten Gemeindeversammlung, die Genehmigung der Jahresrechnung 2017, die Genehmigung des Rechenschaftsberichtes 2017 und die Genehmigung zweier Kreditabrechnungen dürften dabei schnell gehen. Ein grösseres Geschäft ist hingegen der Verpflichtungskredit über 195'000 Franken für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland.

Auch über den Beitritt zum Gemeindeverband Kreisschule aargauSüd stimmen die Teufenthaler an der Gemeindeversammlung ab. Weiter soll der Souverän über das Reglement der familienergänzenden Kinderbetreuung entscheiden. Zuletzt stehen noch vier Einbürgerungen an.

Keine neue Heizung für Schule

Wieder von der Liste gestrichen wurde das ehemalige Traktandum 8: Der Gemeinderat zog den Antrag zurück. Es handelte sich um einen Kredit über 60'000 Franken für die Erneuerung der Heizungsanlage im Schulhaus. Wie Gemeindeschreiberin Susanne Wittwer erklärt, seien vergangene Woche an einer Infoveranstaltung kritische Stimmen laut geworden. Man habe das Geschäft so schnell wie möglich erledigen wollen, um zu verhindern, dass der Abwart, die Schüler und die Lehrer nächsten Winter in der Kälte sitzen. «Wir haben gemerkt, dass das Ganze eine Hau-Ruck-Aktion war», erklärt sie. Das Traktandum werde überarbeitet und dem Souverän an der nächsten Gemeindeversammlung im November neu vorgelegt.

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