Schöftland
Keine Zusammenarbeit: Neuer Raum für die offene Jugendarbeit gefunden

Ein ausgearbeitetes Projekt für eine offene Jugendarbeit in Schöftland kommt im November vor die Gemeindeversammlung. Mit dem ehemaligen Ladenlokal Check-Point Halter wurde ein Ort gefunden, der zu einem Treffpunkt umfunktioniert werden könnte.

Christine Fürst
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In diesem ehemaligen Ladenlokal soll die offene Jugendarbeit entstehen. Auf dem Bild: Elsbeth Kaufmann (Gemeinderätin), Arsène Perroud (Soziokultureller Animator) und Danilo Perrotta (Arbeitsgruppe offene Jugendarbeit Schöftland), es fehlt: Präsident der Arbeitsgruppe Thomas Etter

In diesem ehemaligen Ladenlokal soll die offene Jugendarbeit entstehen. Auf dem Bild: Elsbeth Kaufmann (Gemeinderätin), Arsène Perroud (Soziokultureller Animator) und Danilo Perrotta (Arbeitsgruppe offene Jugendarbeit Schöftland), es fehlt: Präsident der Arbeitsgruppe Thomas Etter

Christine Fürst

Schöftland geht eigene Wege. Nachdem die meisten Gemeinden aus dem Projekt für die regionale Jugendarbeit im Suhrental aus finanziellen Gründen ausgestiegen sind, will Schöftland ein eigenes Projekt lancieren. Treuer Begleiter ist dabei Arsène Perroud, Fachberater für offene Jugendarbeit, der bereits bei der Aufgleisung und Planung des regionalen Projekts dabei war.

Die grosse Bedarfsanalyse wurde zwar damals in der ganzen Region durchgeführt, doch: «Die Resultate entsprechen auch den Bedürfnissen der Jugendlichen in Schöftland», sagt Perroud anlässlich einer Medienorientierung. So zeigte sich unter anderem, dass die Jugendlichen Freiräume und offene sowie vielseitige Angebote wünschen, dass Anlässe und Projekte umgesetzt und dass sie informiert werden. Das Bedürfnis nach einem Jugendtreffpunkt oder anderen Lokalitäten kam klar zum Vorschein.

Zielgruppe sind Oberstufenschüler

Genau dort setzte man nun in Schöftland an und suchte einen Ort für einen Treffpunkt. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeinderätin Elsbeth Kaufmann, Thomas Etter und Danilo Perrotta, wurde fündig: Im ehemaligen Ladenlokal Check-Point Halter an der Picardiestrasse 2 soll bald eine offene Jugendarbeit aufgebaut werden. Zielgruppe sind Oberstufenschüler und Oberstufenschülerinnen bis zirka 18 Jahre.

Für Elsbeth Kaufmann ist dies ein erster kleiner Sieg. Denn seit rund acht Jahren beschäftigt sie sich mit der Jugendarbeit im Suhrental und in Schöftland und musste mit dem Scheitern der regionalen Jugendarbeit eine Enttäuschung einstecken. «Für Schöftland wollten wir das Projekt nie aufgeben», sagt sie. «Die Jugendarbeit in der Gemeinde ist extrem nötig.»

Kosten betragen rund 100 000 Franken

An der Gemeindeversammlung vom 25. November kann die Schöftler Bevölkerung über das dreijährige Pilotprojekt abstimmen, denn die Gemeinde soll das Projekt tragen. Gerechnet wird mit Kosten von etwas mehr als 110 000 Franken pro Jahr, der Kanton beteiligt sich mit rund 30 000 Franken jährlich. Zudem soll eine neue Jugendkommission gegründet werden, die das Controlling übernimmt und eine Fachperson soll das Projekt operativ umsetzen.

Geplant ist, dass eine Fachperson in sozialer Arbeit in einem 60-Prozent-Pensum angestellt wird, die von einem Zivildienstleistenden unterstützt wird. Sie wird den Treffpunkt betreuen, sucht die Jugendlichen aber auch dort auf, wo sie sich treffen im Dorf. «Die professionell geführte Jugendarbeitsstelle soll nachhaltig sein», sagt Perroud.

Sollte das Projekt von der Gmeind gut geheissen werden, wird es im April 2014 in die dreijährige Pilotphase starten.