Der Teufenthaler Gemeinderat beantragt bei den Stimmbürgern einen Verpflichtungskredit von 200 000 Franken für die Teilsanierung des alten Gemeindehauses an der Dorfstrasse. Dort sind heute noch das Büro der Schulleitung samt Sekretariat sowie im Obergeschoss eine asylsuchende Familie untergebracht. Weil das über 60 Jahre alte Gebäude Mängel aufweist, müssen beispielsweise das Dach und die Fenster saniert werden.

An der Gemeindeversammlung vom 2. Juni ist ausserdem ein Verpflichtungskreditantrag von 450 000 Franken traktandiert. Das Geld wird benötigt, um Leitungen (Wasser, Abwasser, Elektrizität) am Hohlbrunnenweg zu sanieren. Dies ist nötig, weil es bei der alten Wasserleitung wiederholt zu Lecks gekommen ist, die teils grosse Schäden angerichtet haben. Auch die Abwasserleitungen und das Papierbleikabel für die Elektrizität haben Erneuerungsbedarf, wenn auch nicht mit derselben Dringlichkeit. Im Rahmen der Bauarbeiten für Wasser und Abwasser wird im Hohlbrunnacherweg ein neuer Strassenbelag mit Fundation erstellt. Die Kosten werden im Projekt separat ausgewiesen.

Lohn bleibt gleich

Geld ausgeben soll Teufenthal auch bei der EDV-Rundumerneuerung der Gemeinde. Hier beantragt der Gemeinderat 42 984 Franken. Damit werden die einmalig anfallenden Einführungsleistungen der Informatikfirma bezahlt. Hinzu kommt eine jährlich wiederkehrende Benutzungsgebühr von 28 369 Franken. Die künftige Zusammenarbeit mit der Dialog Verwaltungs-Data AG biete «eine sehr gut zugeschnittene Lösung für das Betriebsvolumen der Gemeindeverwaltung Teufenthal», so der Gemeinderat. «Gemessen an den Erfahrungswerten können zudem Kosten bei der pauschalisierten Betreuung der Software eingespart werden.»

Der Gemeinderat beantragt ausserdem seine Entschädigungsansätze für das kommende Jahr. Und diese bleiben wie bisher bei 18 500 Franken für den Ammann, 11 000 für den Vize und 10 000 für die anderen Gemeinderäte. «Entgegen den einschlägigen Medienberichten der letzten Monate, dass vielerorts die Ratsentschädigungen zu tief angesiedelt seien, empfiehlt der Gemeinderat, die Ansätze auf dem bisherigen Niveau zu belassen», heisst es im Traktandenbericht. «Dies nicht zuletzt deshalb, weil innerhalb der letzten drei Jahre keine Reallohnerhöhung an das Gemeindepersonal ausgerichtet wurde.»

Traktandiert sind an der Gmeind zudem Kreditabrechnungen. Etwa für die Digitalisierung des Abwasserkatasters, den Wasserverbund Dürrenäsch und der Steuerung des Wasserwerks. Überall gab es Kreditunterschreitungen.

Ein Beschluss gefällt werden muss auch bezüglich Zusammenschluss der beiden Zivilschutzorganisationen Wynental und aargauSüd zum «Gemeindeverband Bevölkerungsschutz und Zivilschutz aargauSüd».