Dass die Kantonspolizei Aargau von den Sparplänen der Regierung nicht verschont werden soll, ist seit längerem bekannt. Nun sind jedoch laut Tele M1 noch drastischere Massnahmen in Planung: Praktisch jeder zweite Kapo-Posten steht auf der Kippe. Konkret sollen von den heute 17 Posten jene in Bremgarten, Muri, Laufenburg, Bad Zurzach, Klingnau, Schöftland, Reinach und womöglich auch der Posten in Frick zur Disposition stehen.

Die Kantonspolizei wäre dann noch an neun Standorten präsent: Aarau, Baden, Brugg, Kulm, Lenzburg, Rheinfelden, Spreitenbach, Wohlen und Zofingen. Das Departement Volkswirtschaft und Inneres bestätigt, dass das Postennetz derzeit aufgrund der angespannten finanziellen Lage des Kantons überprüft wird. Zu Details äussert sich der Kanton noch nicht.

In Schöftland und Reinach weiss man von offizieller Seite nichts über eine mögliche Schliessung der Kapo-Posten in der Gemeinde. Der Schöftler Gemeindeammann Rolf Buchser will deshalb auf Anfrage der az dazu keine Stellung nehmen. «Ich will zuerst die Begründung des Kantons hören – dann äussern wir uns.» Dass bei Sparübungen Aussenposten in Betracht gezogen werden, verwundere ihn jedoch nicht. «Wir haben damit rechnen müssen, dass so was passieren wird.» Buchser: «Wir werden sicher zusammen mit der Regionalpolizei den Standort weiterführen wollen.»

Martin Heiz, Gemeindeammann aus Reinach, reagiert auf die Nachricht wie meist pragmatisch: «Zum Glück haben wir noch eine funktionierende Repol.» Wie sein Schöftler Amtskollege will er sich auch nicht äussern, bevor er nicht wisse, «wie das ganze organisiert wird». Mit einem Augenzwinkern fügt er an: «Der Kanton muss halt die Polizei dort einsetzen, wo es sie braucht.» (mou/rap/pi)